Newsfeeds

Im letzten Siel der Vorrunde spielten Daniel Lanz(C8), Patrick(C6) und Martin(D5) auswärts gegen Aarau. Patrick spielte zum ersten Mal in seiner Karriere in der O40 Kategorie. Ja, ja auch die ehemals jungen kommen so langsam ins Alter......

Aarau spielte mit Beat Schneider (C9, lange Noppen), René Furer (C7) und Albert Madörin (D5, lange Noppen). Auch wir waren mit "Material" vertreten (Patrick - Antitop). Allerdings konnten wir unser Material nicht so gut wie die Aarauer einsetzen. Es setzte an diesem Abend eine brutale Niederlage für uns Schöftler ab. 9:1 wurden wir von Aarau nieder gemacht. Für Patrick war es kein schöner Einstand.

Das erste Spiel verlor er im fünften Satz gegen René mit 10:12! :-(                            Dann verlor er gegen Albert ebenfalls im Fünften mit 11:6 :-(( .    Gegen Beat war er dann hilflos (7:11, 5:11, 5:11).

Daniel kämpfte an diesem Abend völlig chancenlos. Er konnte keinen Satz gewinnen, obwohl er aus meiner Sicht eigentlich gut in Form ist. Ok, er hat gegen alle drei Aarauer eine deutlich negative Bilanz und Albert Madörin ist so etwas wie sein Angstgegner ("Ich weiss einfach nicht, wie ich gegen ihn spielen soll!", so tönte es ab und zu während des Spiels). Gegen René spielte er zwar mit (11:13, 7:11, 9:11) aber leider auch ohne Satzgewinn. Auch gegen Beat (7:11, 8:11, 6:11) gab es "nichts zu bestellen".

Gegen Albert haderte ich wegen vielen kassierten Netzbällen. Mindestens sechs pro Satz hatte ich zu verdauen. Im fünften Satz verlor ich dann entnervt mit 11:6! Trotzdem: diese Netzbälle sollen und dürfen nicht als Entschuldigung hinhalten. Ich müsste mein Spiel eben umstellen und diesen verflixten Bällen aus dem Weg gehen  - aber wenn man es nicht besser kann, hat man es am Schluss eben nicht besser verdient.

Gegen Beat spielte ich dann stark - so stark wie noch nie in dieser Saison. Aus meiner Sicht machte ich es taktisch geschickt und führte dann im fünften Satz mit 6:0. Leider brachte ich es nicht über die Runde. Beat holte zum 8:8 auf, das 10:8 war dann noch ein Netzroller...Am Schluss stand es 9:11. Trotzdem: mit meiner Leistung war ich zufrieden. Gegenüber dem Spiel gegen Albert spielte ich viel frecher und suchte mit Angriffsbällen den Erfolg. So macht Tischtennis spass.

Dank dem guten Spiel gegen Beat war ich motiviert gegen René. Zwar musste ich in den fünften Satz (im vierten lag ich noch 5:9 zurück und gewann dann 11:9) und dort auch einen Rückstand aufholen. René hatte bei 10:9 einen Matchball, dann auch bei 11:10 doch dann konnte ich mich durchsetzen und den Match mit 15:13 gewinnen! Die Sätze waren mit 11:9, 9:11, 11:8, 9:11, 13:15 enorm ausgeglichen. wir beide zeigten für unser Niveau einen tollen Match: ein Unentschieden wäre hier gerecht gewesen. Wenigstens einen Ehrenpunkt konnten wir aber so nach Hause mitnehmen.

Ah ja, Doppel wurde auch noch gespielt. Daniel und Patrick waren aber chancenlos und mit 15:13, 11:4, 11:4 wurde auch diese Niederlage klar besiegelt.

Nun gut, O40 soll Spass machen und am Schluss hatten wir einen gemütlichen, lustigen Ausklang in der Stammbeiz von Aarau. 

Am Montag fand vor einer tollen Zuschauerkulisse ein spannendes Abstiegsduell statt. Unsere Mannschaft liegt wie anfangs Saison vermutet unter dem Strich. Unser Gegner hiess Aarberg. Die Berner lagen vor der Begegnung nur zwei Punkte vor uns. Mit einem Sieg gegen einen greifbaren Gegner hätten wir uns für die Rückrunde etwas mehr Hoffnung auf einen möglichen überraschenden Ligaerhalt machen können. Leider, leider verloren unsere Helden die Partie etwas unglücklich mit 3:7! Es wäre ein Unentschieden durchaus möglich und aus "schöftler" Sicht natürlich auch verdient gewesen - aber "es hat nicht sollen sein". Trotzdem: Der Abend bot glänzende, spannende Unterhaltung. Die Zuschauer kamen in den Genuss von tollem, packenden Tischtennissport. 

Lassen wir die einzelnen Begegnungen noch einmal Revue passieren.

Eric (B14) eröffnete gegen Marc Steinhauser (A16). Marc ist momentan enorm angefressen vom Tischtennis (er weilte unmittelbar vor dem Match zwei Wochen in Polen und zu beginn der Saison trainierte er schon dort mit Spitzenspielern - er stellte sein ganzes Material um....) und er liess Eric im ersten Satz keine Chance. Unser Spieler steigerte sich aber enorm und konnte die Partie dann offen gestalten. Erst im fünften Satz musste sich Eric knapp geschlagen geben.

Christoph "durfte" zuerst gegen den jungen Daniel Brünisholz (B14). Der 18 jährige Newcomer zeigte dem Publikum und Christoph aber schnell, dass er nicht gewillt war, "Kanonenfutter" zu werden. Beide zeigten tolle Ballwechsel und die Sätze waren hart umkämpft: 12:10, 13:15, 8:11 (in allen drei Sätzen lag Christoph mit 8:10 hinten!!), dann 11:3!! für Christoph. Nun musste der fünfte Satz entscheiden. Christoph gewann in der Verlängerung mit 14:12. Wir lagen noch im Fahrplan.

Der dritte Match des Abends war wohl einer der denkwürdigsten in den vergangenen Jahren. Erich (A18) gegen Zdzislaw Paliwoda (A17). Der Verteidigungskünstler von Aarberg konnte letzte Saison mit 3:1 gegen Erich gewinnen. Schon damals war ich der Meinung, dass Erich Zdzislaw hätte schlagen können. Heute bot sich nun die Revanchemöglichkeit. Und Erich legte stark los. Im ersten Satz gewann Erich mit 11:9 und im Zweiten lag er verdientermassen auf Siegeskurs, als Zdzislaw mit einem unglaublichen Netzball die Partie noch drehen konnte und mit 10:12 gewann! Erich war natürlich genervt und lag im dritten dann enorm schnell weit zurück. Aber er kämpfte sich zurück um dann aber dennoch knapp zu verlieren. (12:14). Alen coachte ihn so weit, dass er sich beruhigen konnte und mit einer starken, verdienten Leistung holte sich Erich Satz vier (11:5). Wer nun glaubte, Erich hätte seinen Gegner im Griff, der erlebte sein blaues Wunder. 0:8!! stand es im fünften Durchgang nach wenigen Minuten (Erich hatte viel Pech mit Netzbällen). Sollte unsere Nummer eins dermassen "abgefertigt" werden? Weit gefehlt! Erich kämpfte sich zurück, 1:8, dann 1:9 (oh weh).....und dann stand es plötzlich 10:9 für unsere Nummer eins!! Erich hatte Matchball und, und , ......und konnte ihn nicht verwerten. Er führte dann noch mit 11:10. Wieder hatte er Pech und am Schluss verlor er die Partie leider mit 12:14. Das Spektakel für das Publikum war natürlich sensationell - das bittere Ende war dann leider auch "sensationell" niederschmetternd. Wir hätten verdient 2:1 führen können.....

Christoph verlor dann gegen Marc über vier Sätze und auch Eric musste sich Zdzislaw über vier Sätze knapp geschlagen geben (11:7, 5:11, 7:11, 10:12). Erich konnte gegen den jungen Daniel Brünisholz in drei Sätzen gewinnen. Die Enttäuschung ob dem verlorenen Spiel gegen Zdzislaw war Erich noch im Gesicht geschrieben. Statt einem möglichen, verdienten 3:3 stand es nun also 4:2. Das Doppel war nun wegweisend.

Erich und Eric spielten stark gegen zwei ebenso starke Gegner. Im ersten Satz lagen wir immer hinten und gewannen am Schluss mit 13:11. "Na also, die Tischtennisgötter sind nicht nur gegen uns", dachte der Schreibende. Im zweiten führten wir immer (10:7) und... verloren dann leider mit 10:12:-(. Der dritte Satz war wieder knapp,  wir kämpften uns zum 9:10 und verloren dann mit 9:11, nachdem Eric zum Schuss kam, das Netz traf und der Ball über den Tisch knapp hinten raus sauste. Die Schöftler gewannen dann im Vierten mit 11:9 nach einer 9:5 Führung! Hitchcock schien an diesem Abend Regie zu führen. Der fünfte Satz ging im gleichen Stil weiter. Die Seeländer lagen mit 10:6 vorne, wir holten auf und verloren dann mit 9:11. Eric servierte kurz/halblang gegen Marc (obwohl Alen dies gar nicht empfohlen hatte.... was Alen einen Moment aus der Fassung brachte) und dieser spielte einen tollen Topspin unhaltbar auf die "schöftler" Platte - 9:11 ging somit das Doppel verloren.

Theoretisch lag immer noch etwas drin. Erich kann gegen Marc gewinnen, Eric kann gegen Daniel gewinnen und Christoph ist gegen Abwehrspieler eine "Wundertüte". So auch an diesem Abend: Paliwoda konnte in den ersten beiden Sätzen machen, was er wollte. 4:11, 4:11 - Christoph sah alt aus. Dann stellte Christoph um und mit weicheren, langsameren Bällen holte er sich knapp Satz drei (12:10) und deutlicher Satz vier (11:8). Urplötzlich keimte noch einmal Hoffnung auf. Doch das Ende war dann bitter. Im fünften Satz kam Christoph schnell weit ins Hintertreffen und Zdzislaw verwaltete geschickt seinen Vorsprung zum 11:8 Sieg.

Erich verlor in der Zwischenzeit etwas überraschend gegen Marc. 11:8, im zweiten lag Erich noch deutlich vorne doch er verlor mit 11:13 :-( und nun spielte Marc aus einem Guss und liess nichts mehr anbrennen (11:7, 11:7). Aus einem erhofften 4:5 wurde ein 2:7 und nun lag es an Eric, wenigstens den einen Punkt noch für Schöftland zu holen. Daniel Brünisholz zeigte aber wiederum im ersten Satz, dass mit ihm zu rechnen war. Er traf alles und fertigte Eric ab (11:8). Geschicktes Coaching von Alen, gutes Spiel von Eric führte dann aber zu einem ungefährdeten Viersatzsieg (8:11, 11:6, 11:9, 11:4). Immerhin konnten wir so noch einen Punkt gewinnen.

Tja, das war nun ein bitterer Abend für Schöftland. Gut gespielt, packendes Tischtennis gezeigt aber am Schluss doch zu wenig Punkte geholt wie erhofft oder erwartet. Immerhin. Das zahlreich anwesende Publikum sah tollen Sport. An dieser Stelle sei allen Erschienen herzlich gedankt. Die Mannschaft war von der guten Stimmung begeistert - leider lag am Schluss nicht mehr drin.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und in der Rückrunde läuft es uns etwas besser und den Gegnern etwas schwächer. Vielleicht liegen wir am Ende der Saison doch noch über dem Strich.

Es folgen nun die beiden Heimspiele gegen Pratteln ((5.12 - nach unserem Chlaushock) (da müssen/können wir nicht gross punkten)) und gegen Ostermundigen am Donnerstag, dem 8.12 (da könnten wir punkten!). Ich hoffe, es erscheint wieder zahlreich das Publikum!!

Am Freitag spielte unser "Eins" zu Hause gegen Luzern. Erich, Eric und Christoph versuchten, den ersten Sieg in dieser Saison zu verbuchen. Luzern erschien mit Andreas Meyer (A17), Weronika Walna (A17), und Michael Wagner (B14). Soviel vornweg: Die Partie war heiss umstritten, es gab viele tolle Ballwechsel - alle Abwesenden verpassten einen spannenden Match.

In der ersten Partie spielte Eric gegen Andreas Meyer. Eric spielte hervorragend. Gemessen an seinem momentanem Trainingsaufwand spielte er genial gut. 10:12, dann 9:11 verloren. Im dritten aber gewinnt Eric mit 11:4. Im vierten liegt Eric immer etwas hinten, konnte dann aber mit Kämpferherz noch zum 9:10 aufholen. Leider verlor er mit 9:11, nachdem er auf einen leeren Aufschlag von Andreas mit seinen gefährlichen Flip-Bällen antwortete - aber leider geriet der Ball viel zu lang und ging klar ins Aus. Ein Fehler, den er noch ein paar Mal an diesem Abend beging. So ist das Spiel von Eric eben aufgebaut. Risikoreich, athletisch und mit toller Technik beschlagen - so will Eric punkten.

Christoph spielte gegen Michael Wagner. Mehr oder weniger hatte Christoph das Spiel im Griff. Viel Reserve hatte er allerdings nicht. Mit 11:7, 11:9 und 11:8 brachte er den ersten Punkt ins Trockene. Michael spielte mit langen Noppen auf der BH. Mit der Vorhand suchte er aber konsequent auch den Angriff und konnte einige super Punkte erringen. Einige Male konnte er aber auch von Netzbällen profitieren.

Erich musste zuerst gegen Weronika antreten. Auch sie hatte in der Rückhand lange Noppen. Und auch sie spielte mit der Vorhand ausgezeichnetes Angriffstischtennis. Gegen Erich konnte sie im ersten Satz nicht viel ausrichten. Mit den super Aufschlägen von Erich kam sie überhaupt nicht zu recht. Dann aber spielte sie taktisch ausgezeichnet und Erich musste alles geben, um in drei Sätzen gewinnen zu können (11:4, 11:9, 11:9).

Schöftland führte also mit 2:1!

Nun kam Christoph gegen Andreas. In einem heissen Fünfsatzkampf unterlag Christoph dem Luzerner. Christoph gewann den vierten Satz relativ klar. Aber im fünften kam er nicht richtig ins Spiel. Wobei anzumerken ist, dass Andreas natürlich geniale Bälle zeigte und mit einigen schönen Gegentopspins zu sensationellen Punkten kam.

Eric spielte gegen die starke Weronika. Auch in diesem Match fightete Eric sensationell!! Das Match ging ebenfalls über fünf Sätze. Weronika hatte zu Beginn keine Chance (9:11, 8:11). Dann aber änderte sie die Taktik. Sie spielte Eric konsequent in die RH, was ihm Mühe bereitete. Zu sieben und zu sechs holte sich die Luzernerin Satz drei und vier. Im fünften Satz führte Eric mit 5:1 - alle deutete auf einen Sieg für Schöfltand. Doch Weronika kämpfte sich zurück. Ihr gelangen nun serienweise Punkte - sie traf schlicht und einfach jeden Ball hammermässig. Mit 7:11 ging der Satz und Match für Eric leider doch noch verloren.

Erich konnte nun gegen das Nummer drei von Rapid antreten. Der Schreibende sah eigentlich keine "Gefahr", dass dieses Spiel nicht an Schöftland gehen würde. Doch im ersten Satz lief es etwas gegen Erich. Zwei Aufschlagfehler vom Schöftler, ein paar kassierte Netzbälle (die interessierten Leser wissen, dass unser Erich etwelche psychische Schwierigkeiten mit kassierten Netzbällen aufweist.....) und schon musste Erich Satzbälle abwehren. Er glich noch zum 10:10 aus, doch mit 10:12 obsiegte Michael gegen unsere Nummer Eins. Au weia! Nun war Erich wütend und mit dieser geladenen Stimmung holte er sich klar Satz zwei und drei (11:7, 11:6). Im vierten führte er dann enorm. Doch statt den Sack schnell zu zu machen, wollte Erich dem leider spärlich anwesendem Publikum noch etwas Spannung bieten. Michael wehrte Matchbälle ab und hatte dann in der Verlängerung Satzbälle. Dem Publikum wurden tolle, spannende Ballwechsel geliefert!

Bei 14:14 hatte Michael leider etwas Pech. Mit einem Servicefehler und dann mit anschliessendem "Netz und über die Platte hinaus" ging das Match somit an Schöftland. Vor dem Doppel stand es nun 3:3!

Das anschliessende Doppel hatte es sich. Im ersten Satz lagen wir mit 5:10 hinten. Eric und Erich konnten aber noch ausgleichen. Trotzdem ging der erste Satz an Luzern. Im zweiten Satz lagen wir immer leicht vorne. "Plötzlich" stand es 9:9 und noch schneller stand es 9:11. Schade, schade, da wäre mehr drin gelegen. Satz drei holte sich in der Folge Schöftland. Der vierte Satz war ein Krimi pur! Beim stand von 9:9 machte Eric zwei ganz "leichte" Fehler und schon war der Satz und das Match fertig. Erich musste ab und zu schmunzeln, mit was für genialen Punkten Eric phasenweise auftrumpfte. Verrückte Flipbälle, geniale Returns, hammermässige Gegentopspins und dann aber wieder einige ganz "leichte" Fehler waren im Spiel von Eric vorhanden.

Nun lagen wir also mit 4:3 hinten. Christoph verlor in der Folge in einem sehr sehenswerten Match gegen Weronika. Die beiden hatten den Ballwechsel des Abends! Gefühlte zwanzig Mal flog der Ball übers Netz! Mit vielen Gegentopsins zogen sie denn Blick aller anwesenden auf sich. Der Punkt ging am Schluss an Weronika - doch lauten Applaus kam von beiden Zuschauerparteien!

Wir lagen 5:3 zurück.

Erich musste nun gegen Andreas Meyer. Gegen diesen Spieler hatte Erich auch schon verloren und dementsprechend respektvoll ging Erich in diese Partie. Völlig ausgeglichen war der erste Satz. Erich lag immer etwas hinten - doch am Schluss gewann er Satz eins. In der Folge war Andreas völlig von der Rolle! Mit 11:2 spazierte Erich förmlich zum zweiten Satzgewinn. Der Dritte Satz war dann wieder ausgeglichen. Doch gegen Schluss gewann Erich relativ locker mit 11:7! Mit schönen Aufschlagpunkten aber auch toll herausgespielten Punkten aus dem Spiel war der Sieg für Schöftland verdient.

Eric hatte es nun in der Hand, dass erstmalig in dieser Saison Schöftland nicht als Verlierer vom Platz musste. Und wie er es nun in der Hand hatte. Beide lieferten sich tolle Ballwechsel. Eric aber war überall eine kleine Spur besser. Auf die sehr kurzen Noppenverteidigunsbälle gab es jeweils nur eine Antwort: "Voll drauf schmettern". Dem konnte man nicht anders sagen. Es krachte regelrecht an der Platte!! Eric kam zu vielen Hammer-Punkten.

In drei Sätzen war der Sieg und das hochverdiente Unentschieden im Trockenen! Bravo, Bravo Bravo!!

Erich Niessner liess sich als "Spieler des Abends" feiern, Christoph hatten gegen Weronika den "Ball des Abends" und Eric hatte zum Schluss den wichtigsten "Sieg des Abends". 5:5 in den Spielen, das Satzverhältnis gewannen wir aber klar mit 22:16! Leider gibts dafür keine Punkte.....

Noch liegen wir erwartungsgemäss auf einem Abstiegsplatz - aber noch ist nichts entschieden!! Zwei Punkte fehlen auf den rettenden sechsten Platz! Das nächste Spiel gegen Aarberg wird ganz entscheidend werden. Ich erwarte einen grossen Publikumsaufmarsch. Schliesslich ist es ein Heimspiel an einem Montagabend!!

 

Am Sonntag spielte unser Fanionteam auswärts in Bremgarten. Ein Punkt aus dem Reussstädtchen zu entführen wäre ein grosser Erfolg gewesen.

"Erich ist ein Spieler, der gegen Stefan Renold (A19), Matthias Meier (A17) und Jannick Renold (B14) gewinnen kann. Christoph hat es da schon schwieriger - gegen den jungen Jannick könnte etwas drin liegen. Haseeb kann locker drauf los spielen". So etwa waren meine Gedanken vor dem Spiel. Als Zuschauer war nur Daniel Lanz vor Ort.

Also, gegen Jannick gewann Erich problemlos. Gegen Stefan (immerhin mehrfacher Schweizermeister!!) verlor er knapp (im fünften Satz) und gegen Matthias Meier verlor er leider auch (über vier Sätze).

Christoph kämpfte gegen den jungen Jannick. Im fünften Satz lag er 8:10 hinten. Christoph konnte ausgleichen und hatte dann mehrere Matchbälle! Doch Jannick beendete die Partie als Sieger. Gegen Matthias konnte Christoph den ersten Satz noch knapp gewinnen. Doch dann kam Matthias in Fahrt und liess Christoph keine Chance mehr.

Haseeb sammelte Erfahrung und leider nur sehr wenige Punkte (immerhin ein Satzgewinn gegen Stefan Renold).

Tja, so ging die Partie mit 1:9 verloren. Leider konnten wir keinen Punkt ergattern und bleiben mit vier Punkten am Tabellenende.....

Am Mittwoch, dem 2.11 durften wir in der nigelnagelneuen Halle in Spreitenbach antreten. Haseeb, Markus und meine Wenigkeit versuchten gegen Céline (C6), Pascal (C6) und Ljupko (C8) Punkte zu sammeln.

Nach den ersten drei Einzeln führten wir mit 2:1. Haseeb gewann gegen Pascal, Markus gewann in extremis gegen Ljupko im fünften Satz. Er lag "hoffnunglos" hinten (etwa 2:7), doch irgendwie kämpfte sich Markus wieder heran. Ljupko hat manchmal Phasen, da trifft er "alles", dann macht er wieder unglaublich viele leichte Fehler am laufenden Band. Auf alle Fälle gewann Markus am Schluss mit 11:8. Es gelangen ihm also beinahe neun Punkte in Serie!. Ich verlor über drei Sätze gegen Céline - schnief ;-(  .

Die nächsten Einzel hatten es in sich. Markus verlor knapp über drei Sätze (-9, -10, -5) gegen Pascal. Ich fightete in einem fünf "Sätzer" gegen Ljupko. Im ersten führte ich ständig und verlor dann doch noch, dann traf Ljupko nicht mehr sehr viel, ich dafür ein paar mal das Netz und schon führte ich mit 2:1 Sätzen. Satz vier ging klar an Ljupko. Nun kam er in diese Phase, wo er alles treffen kann und liess mir im fünften Satz dann keine Chance mehr (-4) - schnief ;-( . Haseeb machte es noch viel geschickter: den ersten Satz gewonnen, im zweiten hoch geführt und dann verloren. "So, Céline, nun habe ich Dir den Satz ja beinahe geschenkt, nun musst du aber auch das Match gewinnen" so etwa scherzte er mit seiner Gegnerin. Dieser war nun nicht mehr nach Scherzen zumute. Sie verlor zwar knapp den dritten Satz, doch den vierten und fünften Umgang entschied sie zu ihren Gunsten (13:11, 11:8). Unser B11 Aushängeschild schlich mit einer unerwarteten Niederlage vom Tisch! Schnief :-(.

Tja, schon lagen wir 4:2 hinten. Markus und Haseeb bestritten das Doppel. Nach zwei Sätzen lagen wir 0:2 zurück - trotz zum Teil deutlicher Führung. Au Backe!! Nun aber legte Haseeb los. Offenbar war sein Stolz nun doch etwas angekratzt. Er sorgte für furiose Topspinpunkte, Markus spielte konzentriert mit und steuerte einzelne wichtige Punkte zum Sieg bei. Zu drei, zu vier und zu sieben beendeten sie die Sätze und das Match für Schöftland.

Ich hoffte noch auf eine Wende an diesem Abend. Haseeb könnte Ljupko schlagen, was er dann auch kurz und bündig erfüllte. Markus könnte gegen Céline gewinnen, was er eben dann nicht erfüllte und mit 3:1 verlor. Ich könnte doch gegen Pascal gewinnen, was mir letzte Saison gelang! - doch diesmal leider konnte ich den Sieg nicht realisieren und mit 3:1 Sätzen ging die Partie an den Spreitenbacher. Schnief :-(.

Fazit: am Schluss mit 6:4 verloren. Nun stehen wir punktgleich mit Spreitenbach da. Wir müssen nun noch gegen das starke Brugg antreten - schnief :-(  .   Spreitenbach hat's etwas leichter gegen Baden. "Schaun mer mal", wie wir Ende November in der Tabelle platziert sind.

Im Rahmen der O40 Spiele reisten Erich (A18!!!!!!!), Daniel Lanz (C8!) und Martin (D5) nach Sisseln. Anständig und sportlich fair wollten wir auch gegen Sisseln mit drei Spielern antreten. Erich war sich einmal mehr nicht zu schade, als dritter Spieler zur Verfügung zu stehen, weil alle anderen nicht konnten. Ich denke, wir haben noch ca. 10 andere Spieler zur Verfügung, doch niemandem anderem war es möglich, auswärts gegen Sisseln anzutreten.....Lag es am Weg? Mussten alle anderen an diesem Abend ganz wichtige Geschäfte erledigen (Wahlcouvert studieren, Steuerformulare ausfüllen, Haushaltbudget erstellen, Lampe auffüllen?) - Lag es an der Halle?? Sisseln - dyllisch am Rhein gelegen, bietet eine schöne Halle - von aussen betrachtet. Von innen betrachtet weist sie fürs Tischtennis einige Mängel auf. Licht! Wärme (oder muss man sagen: Kälte?)! Boden!!!. Zum Thema Boden lässt sich folgender Dialog anschliessen. Martin: "Hier drin ist's brutal rutschig. Schade, ich habe meine Schlittschuhe vergessen...." Darauf entgegnet Erich: " Martin, ich habe gute gute, neue Schuhe - für mich ist's nicht rutschig". "Doch, hier drin ists rutschig!", entgegnete der Schreibende. Nach dem ersten Einzel bemerkt Erich:" Martin, du hast recht, hier drin ists enorm rutschig! Hätte ich nie gedacht - sogar meine neuen Turnschuhe rutschen umher....!" Darauf der Schreibende:" Erich, es ist nicht nur rutschig, es ist auch saukalt in dieser Halle. Schade, ich habe Handschuhe und Kappe vergessen...."

Mit diesem Intro möchte ich versuchen, die Stimmung an diesem Abend wieder zu geben. Für Erich war es sicher kein Highlight spielerisch gesehen, ebenso für Daniel nicht. Für mich war es schon etwas anspruchsvoller, musste ich mich doch gegen ähnlich klassierte Gegner behaupten. Sisseln trat mit Gerhard Rösch (D4), Saffet Kaptan (D4) und Marc Chatelain(D2) an. Erich allein weist mehr Klassierungspunkte als das gesamte Team von Sisseln auf. Trotzdem spielte Erich respektvoll mit seinen Gegnern und liess ihnen Gelegenheiten, sich sportlich auszuzeichnen. Logischerweise gewann Erich alle seine Matches mit 3:0 Sätzen. Auch Daniel besiegte seine Kontrahenten alle mit 3:0. Er hatte aber schon etwas mehr zu kömpfen mit Gerhard (unangenehmer Noppenspieler) und mit Saffet.

Der Schreibende musste noch etwas mehr fighten als seine Mitspieler und gab auch zwei Sätze ab. Gegen Saffet bekundete ich zu beginn etwas Mühe mit seinen guten Aufschlägen. Und gegen Gerhard war es etwas schwierig, auf seine unangenehmen, leider auch unkorrekten Aufschlägen zu reagieren. Nachdem ich diese Saison schon einmal mich einen ganzen Match lang geärgert hatte über inkorrekte, viel zu kurz aufgeworfene Aufschläge, wies ich Gerhard darauf hin, dass er den Ball hochwerfen sollte. Vielleicht kam es etwas grob beim Gegner an - auf alle Fälle brauste nun ein Tornado über mich hinweg. Ich solle ruhig sein, ich wolle ihn nur aus dem Konzept bringen, das habe ihm noch nie jemand gesagt ("Ja, ja, das kenne ich, das sagen alle", versuchte ich daraufhin zu erklären). Auf alle Fälle brachte mich mein, aus meiner Sicht korrekter Einwand, völlig aus dem Konzept, sodass der zweite Satz flöten ging. Jedenfalls wurden nun die Aufschläge deutlich besser aufgeworfen, sodass auch mir eine Chance blieb, anständig und gut zu returnieren. Satz drei und vier gingen dann wieder an mich, sodass ich 3:1 gewinnen konnte.

Am Schluss siegten wir mit 10:0, gingen dann duschen, verabschiedeten uns von Marc und wunderten uns ein wenig, dass von den beiden anderen Spielern niemand mehr zum "Auf wiedersehen" gesichtet wurde. 

Nächste Saison lass ich mal offen, ob ich beim Match gegen Sisseln ganz andere, wichtige Sachen zu erledigen habe.....Wobei, der gemeinsame Abend mit Erich und Daniel, die lustigen und sportlichen Momente zählen am Schluss doch mehr als alle anderen Widerwärtigkeiten.

 

Eine Quizfrage sei zu Beginn gestellt: Erich Niessner ist schon beim Einspielen am Schimpfen, am "Händeverwerfen", am zynisch Lächeln; wo spielt unsere erste Mannschaft?

Richtig: in Kriens, genauer gesagt in der Krauer Halle in Kriens. Anhänger von Schöftland sind sich gewohnt, dass in dieser Halle unsere Nummer Eins zu allem fähig ist.....die Spielbedingungen liegen ihm einfach nicht.

Die Anhänger an diesem Samstagnachmittag waren Daniel Lanz und der Schreibende. Die Spieler waren wie oben erwähnt Erich, Christoph und Haseeb. Ihnen gegenüber standen alte Bekannte: René Ortner (A17), Jan Trampus (B15) und Martin Furrer (B15). In der Saison 2012/2013 spielten wir gegen die genau gleichen Gegner und gingen damals mit einer 1:9 Packung nach Hause. Reto Müller konnte damals ein Einzel gewinnen....(siehe Erläuterung oben). Zu Hause im Rückspiel gewannen wir dann immerhin mit 6:4.

Eine gute Stunde vor Matchbeginn waren wir alle anwesend. Während sich unsere Stars einspielten, pilgerten die beiden Anhänger buchstäblich durch Kriens und versuchten alles, dass dieser Match zu Gunsten von Schöftland ausfallen möge.... (siehe Foto oben)

Schliesslich ging es bei diesem Duell um einen wichtigen Abstiegskampf.

Beim ersten Einzel spielten René gegen Erich. Wie oben erwähnt; die Nerven von Erich liegen in dieser Halle immer etwas blank: bei der ersten Ballberührung von René traf dieser schon mal den Ball mit der Schlägerkante - unhaltbar sauste der Ball an Erich vorbei. Die Mimik von Erich sprach Bände! In ähnlichem Stil ging es weiter und mit 11:5 war der erste Satz weg. Nun, Erich ist, auch wenn alles sich gegen ihn zu verschwören scheint, immer ein Kämpfer. Denkbar knapp ging mit 12:10 der zweite Satz leider auch an den Krienser. Im Dritten lief es dann besser, Erich gewann 11:5 und nun glaubte man, das Blatt könne sich noch wenden. Doch René hatte etwas dagegen und reüssierte mit 11:8.

Bei Christoph sah es zu beginn ganz gut aus. Mit 11:9 gewann er den ersten Satz. Dann verlor er aber knapp mit 8:11 und 8:11 und im vierten dann klar mit 5:11. Haseeb spielte zuerst gegen Martin Furrer. Er zeigte ein tolles Spiel. Im ersten Satz verlor er zwar knapp zu acht, dann gewann er ebenso knapp zu neun. Der dritte Satz war dann zum Vergessen (11:3). Haseeb kämpfte sich im Vierten zurück und hatte Satzbälle. Doch Martin konnte ausgleichen und dann mit 12:10 gewinnen. Schade, schade.

Nun lagen wir schon mit 0:3 zurück. Haseeb verlor dann über drei Sätze gegen die Nummer eins von Kriens. Allerdings waren die einzelnen Ballwechsel zum Teil sehr sehenswert und René (A17) musste sich ganz schön anstrengen gegen unsere Nummer drei (B11). Es stand nun 0:4 und Erich war am Kämpfen mit Jan Trampus. Wie gesagt, in dieser Halle ist Erich zu allem fähig. Ich sah ihn schon drei Mal verlieren....Erich musste im vierten Satz den Ausgleich mit 11:9 hinnehmen. Im fünften spielte er dann noch einmal gross auf und führte mit 10:6. Doch Jan kam auf 10:9 heran - er machte es noch einmal spannend. Erich liess aber nichts mehr anbrennen und mit 11:9 holte er den ersten Punkt für Schöftland.

Den spannendsten Match an diesem Tag lieferten sich wohl Christoph und Martin. In allen Sätzen lag Christoph hinten. Aber mit viel Kampfgeist kämpfte er sich immer wieder heran. Martin Furrer spielt sehr attraktive Ballwechsel, er umläuft die Rückhand praktisch ständig und flipt und zieht mit der Vorhand, was das Zeug hält. Doch Christoph hielt immer wieder dagegen. Der erste Satz ging mit 11:7 an Martin. Im zweiten hatte er auch schon Satzbälle, doch Christoph konnte den Innerschweizer noch abfangen und gewann mit 13:11. Der dritte Satz ging knapp mit 11:9 an Kriens. Im Vierten war es wieder wie im zweiten Satz. Martin hatte etwa drei Matchbälle. Doch mit unglaublichen Ballwechseln kämpfte sich Christoph heran und konnte noch einmal mit 13:11 gewinnen. der fünfte Satz blieb ebenso spannend wie die vorhergegangenen. Martin führte hoch und Christoph konnte wieder zum 9:9 ausgleichen!! "Christoph gewinnt!!", raunte mir Haseeb zu. Doch leider wurde daraus nichts. Martin nützte seine beiden letzten Aufschläge geschickt aus und gewann mit 11:9 im fünften Satz!

Vor dem Doppel lagen wir also mit mit 1:5 zurück.

Das Doppel spielte Erich und Haseeb. Souverän und fast schon zu locker gewannen die Schöftler die ersten beiden Sätze. Erich und Haseeb harmonierten ausgezeichnet. Der dritte Durchgang ging klar an die Innerschweizer. Erich und Haseeb spielten aber zu gut und gewannen dann das Match im vierten Satz mit 11:8. Wir verkürzten auf 2:5. Rein theoretisch läge also noch ein 5:5 drin.

Haseeb spielte gegen Jan und gewann den ersten Satz. Sollte doch noch die Wende kommen? Nein. die nächsten drei Sätze gingen an den B15-Spieler und die Niederlage war da. Jetzt konnte im besten Falle noch ein Punkt für uns resultieren. Dafür war dann Erich besorgt. Gegen Martin Furrer realisierte er einen 3:0 Sieg. Das letzte Einzel (Christoph gegen René) war mannschaftsmässig nicht mehr so wichtig. Der Krienser setzte sich erwartungsgemäss auch durch und sicherte sich so den 7:3 Erfolg.

Auf unseren mageren Kontostand kommt also nur ein Punkt dazu. Mit vier Zählern sind wir auf dem letzten Platz. Der rettende sechste Platz hält momentan Kriens mit 7 Punkten inne....

Am Sonntag, dem 6.11 spielen wir gegen den Tabellenleader in Bremgarten.

 

 

Zum ersten Mal in dieser Saison spielten wir mit Beat. Nach zwei Niederlagen in Serie wollten wir wieder einmal gewinnen und so griffen wir auf den Spieler zurück, der momentan in der Form seines Lebens ist - dies wohlgemerkt beinahe ohne Training. Schon beim Einspielen mit Beat merkte ich, dass er gut drauf ist.

Tatsächlich gelang ihm gegen Christian Zumsteg (C6) ein Einstieg nach Mass! Über fünf Sätze rang er seinen Kontrahenten nieder. Christian ist momentan noch etwas verletzt, aber mit seinem unangenehmen Antispinbelag ist es trotzdem schwierig, gegen ihn zu spielen. Mit 11:4, 9:11, 12:10 und im vierten Satz (trotz hoher Führung!) noch das 10:12 erleiden zu müssen, besiegte unser Beat Christian im fünften Satz mit 11:7. Bravo!

Ich konnte knapp gegen Peter Güntert gewinnen (C6) und Przemek gewann relativ klar gegen Urs Rotzler (C7). Wir lagen also 3:0 in Führung. 

Beat verlor nun aber über drei Sätze gegen Urs. Ich versuchte gegen Christian zu kämpfen. 6:11 im ersten Satz. Das liess nichts gutes verheissen. Doch dann änderte ich meine Taktik und siehe da, ich führte mit 10:4 im zweiten Satz. Na also, dachte ich. Dann stand es 10:10 und Christian dachte wohl: "Na also, geht ja doch noch!!!". Ich hatte noch einmal Satzball (so glaube ich zumidnest) doch am Ende stand es 11:13!!. Der dritte ging auch knapp mit 10:12 verloren. Möhlin holte also auf. Przemek allerdings machte seine Sache souverän klar. Er gewann 3:0. Vor dem Doppel führten wir mit 4:2. 

Das Doppel war dann allerdings miserabel und Przemek verlor mit mir über vier Sätze.

Die letzten drei Einzel waren nun Match entscheidend. Ich konnte gegen Urs nicht viel ausrichten. Im dritten Satz hatte ich noch Satzbälle - aber ich konnte sie nicht nutzen. Beat konnte seinen zweiten Einzelsieg verbuchen. Mit 11:6, 11:6, 11:6 gelang ihm gegen Peter ein deutlicher Sieg. Immerhin: das Unentschieden hatten wir auf sicher. Unsere klare Nummer 1, Przemek, zeigte gegen Christian plötzlich Neven. Nach 16:14, 11:5 gingen die Sätze drei und vier klar an den Möhliner! Przemek wollte es offenbar spanend machen. Im fünften Satz spielte er dann wieder aus einem Guss und dominierte das Match deutlich. Christian war chancenlos. Mit einem wichtigen 6:4 Sieg konnten wir einen Konkurrenten gegen den Abstieg distanzieren. Ende Oktober folgt ein nächster wichtiger Match gegen Spreitenbach 2.

 

Am letzten Samstag spielten wir auswärts gegen Bremgarten. Przemek(C8) und Patrick (C6) spielten diese Saison zum ersten Mal mit. Patrick ist wieder etwas motiviert und liess sich für unsere Mannschaft nachlizenzieren. Auch ich war sehr motiviert und wollte meine guten Trainingsergebnisse in Siege umwandeln. Mit Deborah Suter (C6) und Christos Glaros (C6) waren zumindest von der Klassierung her schlagbare Gegner am Start. Patrick Züst (B12) schien dann mit seiner Klassierung doch etwas gar weit von mir entfernt zu sein.

Meine Leistung war schlicht und einfach miserabel. Ich konnte aus meiner Sicht "nicht einen vernünftigen" Ball spielen. Ich will die Leistung meiner Gegner überhaupt nicht schmälern. Sie waren besser als ich und verdienten ihren Sieg vollumfänglich. Ich war und bin einfach enttäuscht von meiner eigenen Leistung, nicht annähernd das zu spielen, was ich im Training zu Stande bringe. An was ausser der Gegner könnte es gelegen haben? Okay, ich war nach einem gemütlichen Abend bei Beat erst um vier Uhr morgens im Bett und schon um 7.30 Uhr holte mich der Wecker aus dem schönsten Schlaf.....Dies ist aber mittlerweile nach einem Freitagabend sehr häufig der Fall und ich schien nicht müde gewesen zu sein. War ich zu nervös und wollte zuviel? Gut möglich. War ich schlecht eingespielt? Gut möglich. Lagen mir die Bedingungen nicht? Gut möglich. Aber Fakt ist und bleibt, dass ich keinen Match gewinnen konnte und ziemlich abserviert wurde! Bitter, bitter.

So mussten Przemek und Patrick die Kohlen aus dem Feuer holen. Patrick leistete einen guten Einstand gegen Patrick Züst. Im dritten Satz führte er noch mit 10:8. Er hätte 2:1 in Führung gehen können. Doch der gegnerische Patrick hatte etwas dagegen. Er gewann noch mit 12:10 und liess dann im vierten Satz nichts mehr anbrennen (11:3-Sieg). Patrick liess dann ein wenig den Kopf hängen. Zu gerne hätte er natürlich mit einem Paukenschlag seine Saison begonnen. Gegen Christos gab es ebenfalls ein spannendes Spiel. Patrick kämpfte um jeden Ball und liess mit seinem unangenehmen Spiel häufig die Gegner verzweifeln. Doch im Gesamten war Christos etwas besser und gewann verdient mit 3:1. Przemek zeigte seine Klasse . Gegen Deborah und Christos gewann er ziemlich locker. Somit stand es vor dem Doppel 4:2 für Bremgarten. Patrick wollte mit Przemek Doppel spielen. Das Spiel verlief sehr spannend. Im ersten Satz führten wir ständig..... am Schluss stand es 9:11!! Der zweiter Satz ging klar an Schöftland. Im dritten Durchgang lag Schöftland mit 10:9 vorne, musste den Ausgleich hinnehmen und dann mit 10:12 verlieren. Schade, schade! Auch der Vierte wurde gegen Schluss noch einmal spannend. Mit 9:11 mussten wir uns aber geschlagen geben.

Wer könnte nun noch einen Sieg realisieren? Ich gegen Christos...... siehe oben - ich war chancenlos. Przemek gegen Patrick? Er lag 0:2 hinten. Doch Przemek zeigte sein Können und in einem tollen Match mit vielen tollen Ballwechseln konnte er zum 2:2 ausgleichen. 12:10, 11:8, 9:11, 9:11 - alles war knapp und spannend. Der fünfte Satz blieb ebenso hart umkämpft. Bei 9:9 hatte Patrick Aufschlag. Mit seinen Tomahawk-Aufschlägen konnte er zwei Mal direkt punkten und somit stand es 11:9 für Bremgarten. Wir lagen mit 2:7 zurück. Sollten wir ohne Punktgewinn von Bremgarten ziehen? Unser Patrick hatte etwas dagegen! Zum Glück! 11:2 im ersten Satz für uns, dann 5:11 und 9:11. Oh weh - das 8:2 rückte näher. Patrick gewann den Vierten zu sechs. Na also - es gab noch einmal Hoffnung! Der fünfte Satz war dann lange umstritten. Patrick führte nur minimal - doch am Ende konnte er mit 11:7 gewinnen und einen Punkt für Schöftland gewinnen.

Am Schluss gab es immerhin einen Punkt für uns. Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir nach Hause und liessen uns ein kleines Photoshooting bei der Reussbrücke nicht nehmen. Bremgarten (die Stadt) zeigte sich von seiner schönsten Seite und schien sich zu entschuldigen, dass Bremgarten (der TT-Club) "sooo unanständig" seine Gäste deklassierte und mit einer 7:3 Niederlage nach Hause schickte.

Photo siehe oben und in der Galerie

Am Sonntag kam es zur ersten Begegnung in der NLC in dieser Saison. Auswärts musste unser Team gegen Pratteln starten. "Aufstiegskandidat gegen Abstiegskandidat", so kam es mir in den Sinn als ich vor dem Parkplatz in Pratteln parkierte.

Pratteln hat sich diese Saison mit Thilo Vorherr A19 verstärkt. Zusammen mit seinem Vater Thomas A18, Jürgen Vanzeir B15 und Edgar Hagmann B14 sind sie zumindest auf dem Papier in unserer Gruppe das stärkste Team.

In der Halle kam es dann zur ersten positiven Überraschung. Thilo war nicht anwesend, weil er nicht rechtzeitig aus dem Urlaub zurückkehren konnte. Edgar Hagmann ist immer noch verletzt seit einem Skiunfall in der letzten Saison. Die beiden wurden ersetzt mit Jürgen Vanzeir B15 und Wladislaw Fortuna B12. Wir spielten mit Erich Niessner A18, Christoph Reimann A16 und Eric Maey B14. Eric ist leider aus beruflichen Gründen alles andere als übertrainiert und zudem erkrankte er in den letzten Wochen an einer Lungenentzündung.... Trotzdem: viel bessere Spieler haben wir leider nicht mehr zur Verfügung seit dem Rücktritt von Reto Müller und Patrick Waltenberger. 

 Erich beklagt ebenfalls seit längerer Zeit, nicht fit zu sein und hatte schon vor dem Spiel immer wieder betont, dass er nicht viel gewinnen werde. Der Schreibende hielt immer deutlich dagegen und betonte, wie stark er sei und wie er ja sowieso wisse, dass sein enormes Schnittspiel und sein enormes Ballgefühl für viele, viele Gegner eine unüberwindbares Hindernis sei.... Erich wollte nicht viel davon wissen.

Betrachten wir zuerst seine Spiele. Zuerst ging es gegen Jürgen Vanzeir. In der letzten Saison war er häufig am Montag im Training und konnte mit unseren NLC-Spielern trainieren. Kommentar Erich: "Ja, ja, auch gegen Jürgen werde ich kaum gewinnen, seit er mit mir trainieren konnte, kann er mein Spiel und meine Aufschläge lesen....." Zu acht, zu sieben und zu acht gewann unser Erich ziemlich deutlich. Beeindruckend waren unter anderem auch seine Aufschläge, die sehr häufig zu direkten "Gratispunkten" führten...

Dann ging es gegen Abwehrkünstler Thomas Vorherr. In der letzten Saison stand es im direkten Duell 1:1. Und heuer? Im ersten Satz ging bei Erich gar nichts. Mit 3:11 gab es ein brutales Resultat. Umgehend revanchierte sich Erich und gewann im zweiten Satz mit 11:3. "Na also - geht doch", dachte ich. Im dritten Satz führte Erich mit 9:5... "Na also, läuft doch wie am Schnürchen..." Doch dann lief bei Erich nicht mehr viel und ganz überraschend verlor er diesen Satz noch mit 11:9!!! Noch war ja nichts verloren. Im vierten Satz führte Erich mit 10:7. "Na also, klappt doch immer noch", waren meine Gedanken. Doch Thomas wollte heute nicht verlieren - oder Erich nicht gewinnen? Auf alle Fälle ging auch dieser Satz und somit das Match mit 11:13 an Thomas. Nun war der Ärger bei Erich immens hoch - wutentbrannt verliess er die Halle und wurde für einige Zeit nicht mehr gesehen.......

Gegen Wladislaw hatte sich unsere Nummer 1 wieder beruhigt. In der Zwischenzeit hatte Schöftland das Doppel in vier Sätzen gewonnen. Im ersten Umgang führten Erich und Christoph ständig, dann "plötzlich" war 7:9, 7:10 und peng! weg war der erste Satz. Im zweiten Satz blieben unsere Spieler konzentrierter und gewannen klar mit 11:8. Im Dritten brillierten unsere Cracks: 6:0, 7:3, 9:3, 10:4 und Satzgewinn. Im vierten Teil lagen unsere Spieler auch wieder weit vorne um dann ein 8:8 entgegen nehmen zu müssen. Doch Erich und Christoph behielten die Nerven und gewannen mit 11:9 den entscheidenden Durchgang.

Gegen die Nummer Drei von Pratteln liess Erich nichts mehr anbrennen und gewann klar über drei Sätze.

Wie erging es Christoph? Zuerst musste er gegen Thomas antreten. In der letzten Saison konnte Christoph einmal gegen den Abwehrspezialisten gewinnen. Mit 7:11, 2:11! und dann mit 8:11 spielte Christoph ganz respektabel - aber es reichte leider nicht zum Sieg. Mit den Topsspins machte er aus meiner Sicht nur wenige Fehler. Aber mit den notwendigerweise eingestreuten Schupfbällen unterliefen ihm "scheinbar" einfache Fehler. Thomas variiert natürlich enorm seine Schnittbälle und darum ist es nicht einfach gegen ihn zu schupfen.

Gegen Wladislaw gab sich Christoph keine Blösse. Die beiden hatten geile Ballwechsel. Unsere Nummer zwei gewann klar in drei Sätzen!

Rechnen wir zusammen. Bis jetzt hat unser Team vier Punkte auf dem Konto. Erich zwei, Christoph ein und das Doppel ergibt vier Punkte: Immerhin holen wir in Pratteln einen Punkt.....

Was gelang Eric? Gegen Wladislaw begann er stark. 11:5 im ersten Satz. Dann folgte leider ein 7:11 und 3:11. Eric gab nicht auf und führte im vierten mit 10:8 bei Aufschlag Wladiswlaw. Mit zwei riskanten aber erfolglosen Returns musste Eric das 10:10 hinnehmen und dann gab es mit 10:12 leider die Niederlage. Schade. Wer weiss, was im fünften möglich gewesen wäre? Gegen Jürgen gab es nichts zu holen. 0:3 verlor Eric dieses Partie. Gegen Thomas spielte Eric ganz passsabel mit. Es gab schöne Ballwechsel aber leider am Schluss erwartungsgemäss zu wenig Punkte für unseren rekonvaleszenten Eric. Mit 7:11, 7:11 und 6:11 siegte der "Prattler" verdient.

Zum Schluss kam es nun zur Begegnung Christoph gegen Jürgen beim Spielstand von 5:4 für Pratteln.

Christoph war in guter Spiellaune und positiv eingestellt, obwohl er noch nie gegen Jürgen gewinnen konnte. Jürgen war aber auch heute zu stark. Christoph kam nie so richtig ins Spiel. Es gelang Jürgen immer wieder die Partie so zu lenken, dass er in den Angriff kam und dann gab es für Christoph kein entrinnen mehr. Drei, vier ,fünf Topsspins und dann war Christoph ausgespielt und der Punkt bei dem Gastgeber notiert. Für den neutralen Zuschauer gab es tolle, intensive Ballwechsel doch für die Schöftler Seele gab es einfach zu viele Siegpunkte für den Gegner. Nach drei Sätzen liessen sich die Gastgeber mit einem 6:4 Sieg feiern. 

Immerhin: einen Punkt haben wir in Pratteln geholt. Es wäre mehr drin gelegen, wenn Erich sein Spiel gegen Thomas gewonnen hätte, wo er doch jeweils klar führte. Aber so ist Tischtennis und so ist es gegen gute Abwehrspieler. Diese Spieler zeigen enorme Kämpferqualitäten. Erich ist sicher kein Vorwurf zu machen. Die Tischtennisgötter waren heute im Spiel gegen Thomas nicht auf seiner Seite.

Seite 1 von 4
Zum Seitenanfang