Schöftland1 gegen Aarberg 1

Am Montag fand vor einer tollen Zuschauerkulisse ein spannendes Abstiegsduell statt. Unsere Mannschaft liegt wie anfangs Saison vermutet unter dem Strich. Unser Gegner hiess Aarberg. Die Berner lagen vor der Begegnung nur zwei Punkte vor uns. Mit einem Sieg gegen einen greifbaren Gegner hätten wir uns für die Rückrunde etwas mehr Hoffnung auf einen möglichen überraschenden Ligaerhalt machen können. Leider, leider verloren unsere Helden die Partie etwas unglücklich mit 3:7! Es wäre ein Unentschieden durchaus möglich und aus "schöftler" Sicht natürlich auch verdient gewesen - aber "es hat nicht sollen sein". Trotzdem: Der Abend bot glänzende, spannende Unterhaltung. Die Zuschauer kamen in den Genuss von tollem, packenden Tischtennissport. 

Lassen wir die einzelnen Begegnungen noch einmal Revue passieren.

Eric (B14) eröffnete gegen Marc Steinhauser (A16). Marc ist momentan enorm angefressen vom Tischtennis (er weilte unmittelbar vor dem Match zwei Wochen in Polen und zu beginn der Saison trainierte er schon dort mit Spitzenspielern - er stellte sein ganzes Material um....) und er liess Eric im ersten Satz keine Chance. Unser Spieler steigerte sich aber enorm und konnte die Partie dann offen gestalten. Erst im fünften Satz musste sich Eric knapp geschlagen geben.

Christoph "durfte" zuerst gegen den jungen Daniel Brünisholz (B14). Der 18 jährige Newcomer zeigte dem Publikum und Christoph aber schnell, dass er nicht gewillt war, "Kanonenfutter" zu werden. Beide zeigten tolle Ballwechsel und die Sätze waren hart umkämpft: 12:10, 13:15, 8:11 (in allen drei Sätzen lag Christoph mit 8:10 hinten!!), dann 11:3!! für Christoph. Nun musste der fünfte Satz entscheiden. Christoph gewann in der Verlängerung mit 14:12. Wir lagen noch im Fahrplan.

Der dritte Match des Abends war wohl einer der denkwürdigsten in den vergangenen Jahren. Erich (A18) gegen Zdzislaw Paliwoda (A17). Der Verteidigungskünstler von Aarberg konnte letzte Saison mit 3:1 gegen Erich gewinnen. Schon damals war ich der Meinung, dass Erich Zdzislaw hätte schlagen können. Heute bot sich nun die Revanchemöglichkeit. Und Erich legte stark los. Im ersten Satz gewann Erich mit 11:9 und im Zweiten lag er verdientermassen auf Siegeskurs, als Zdzislaw mit einem unglaublichen Netzball die Partie noch drehen konnte und mit 10:12 gewann! Erich war natürlich genervt und lag im dritten dann enorm schnell weit zurück. Aber er kämpfte sich zurück um dann aber dennoch knapp zu verlieren. (12:14). Alen coachte ihn so weit, dass er sich beruhigen konnte und mit einer starken, verdienten Leistung holte sich Erich Satz vier (11:5). Wer nun glaubte, Erich hätte seinen Gegner im Griff, der erlebte sein blaues Wunder. 0:8!! stand es im fünften Durchgang nach wenigen Minuten (Erich hatte viel Pech mit Netzbällen). Sollte unsere Nummer eins dermassen "abgefertigt" werden? Weit gefehlt! Erich kämpfte sich zurück, 1:8, dann 1:9 (oh weh).....und dann stand es plötzlich 10:9 für unsere Nummer eins!! Erich hatte Matchball und, und , ......und konnte ihn nicht verwerten. Er führte dann noch mit 11:10. Wieder hatte er Pech und am Schluss verlor er die Partie leider mit 12:14. Das Spektakel für das Publikum war natürlich sensationell - das bittere Ende war dann leider auch "sensationell" niederschmetternd. Wir hätten verdient 2:1 führen können.....

Christoph verlor dann gegen Marc über vier Sätze und auch Eric musste sich Zdzislaw über vier Sätze knapp geschlagen geben (11:7, 5:11, 7:11, 10:12). Erich konnte gegen den jungen Daniel Brünisholz in drei Sätzen gewinnen. Die Enttäuschung ob dem verlorenen Spiel gegen Zdzislaw war Erich noch im Gesicht geschrieben. Statt einem möglichen, verdienten 3:3 stand es nun also 4:2. Das Doppel war nun wegweisend.

Erich und Eric spielten stark gegen zwei ebenso starke Gegner. Im ersten Satz lagen wir immer hinten und gewannen am Schluss mit 13:11. "Na also, die Tischtennisgötter sind nicht nur gegen uns", dachte der Schreibende. Im zweiten führten wir immer (10:7) und... verloren dann leider mit 10:12:-(. Der dritte Satz war wieder knapp,  wir kämpften uns zum 9:10 und verloren dann mit 9:11, nachdem Eric zum Schuss kam, das Netz traf und der Ball über den Tisch knapp hinten raus sauste. Die Schöftler gewannen dann im Vierten mit 11:9 nach einer 9:5 Führung! Hitchcock schien an diesem Abend Regie zu führen. Der fünfte Satz ging im gleichen Stil weiter. Die Seeländer lagen mit 10:6 vorne, wir holten auf und verloren dann mit 9:11. Eric servierte kurz/halblang gegen Marc (obwohl Alen dies gar nicht empfohlen hatte.... was Alen einen Moment aus der Fassung brachte) und dieser spielte einen tollen Topspin unhaltbar auf die "schöftler" Platte - 9:11 ging somit das Doppel verloren.

Theoretisch lag immer noch etwas drin. Erich kann gegen Marc gewinnen, Eric kann gegen Daniel gewinnen und Christoph ist gegen Abwehrspieler eine "Wundertüte". So auch an diesem Abend: Paliwoda konnte in den ersten beiden Sätzen machen, was er wollte. 4:11, 4:11 - Christoph sah alt aus. Dann stellte Christoph um und mit weicheren, langsameren Bällen holte er sich knapp Satz drei (12:10) und deutlicher Satz vier (11:8). Urplötzlich keimte noch einmal Hoffnung auf. Doch das Ende war dann bitter. Im fünften Satz kam Christoph schnell weit ins Hintertreffen und Zdzislaw verwaltete geschickt seinen Vorsprung zum 11:8 Sieg.

Erich verlor in der Zwischenzeit etwas überraschend gegen Marc. 11:8, im zweiten lag Erich noch deutlich vorne doch er verlor mit 11:13 :-( und nun spielte Marc aus einem Guss und liess nichts mehr anbrennen (11:7, 11:7). Aus einem erhofften 4:5 wurde ein 2:7 und nun lag es an Eric, wenigstens den einen Punkt noch für Schöftland zu holen. Daniel Brünisholz zeigte aber wiederum im ersten Satz, dass mit ihm zu rechnen war. Er traf alles und fertigte Eric ab (11:8). Geschicktes Coaching von Alen, gutes Spiel von Eric führte dann aber zu einem ungefährdeten Viersatzsieg (8:11, 11:6, 11:9, 11:4). Immerhin konnten wir so noch einen Punkt gewinnen.

Tja, das war nun ein bitterer Abend für Schöftland. Gut gespielt, packendes Tischtennis gezeigt aber am Schluss doch zu wenig Punkte geholt wie erhofft oder erwartet. Immerhin. Das zahlreich anwesende Publikum sah tollen Sport. An dieser Stelle sei allen Erschienen herzlich gedankt. Die Mannschaft war von der guten Stimmung begeistert - leider lag am Schluss nicht mehr drin.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und in der Rückrunde läuft es uns etwas besser und den Gegnern etwas schwächer. Vielleicht liegen wir am Ende der Saison doch noch über dem Strich.

Es folgen nun die beiden Heimspiele gegen Pratteln ((5.12 - nach unserem Chlaushock) (da müssen/können wir nicht gross punkten)) und gegen Ostermundigen am Donnerstag, dem 8.12 (da könnten wir punkten!). Ich hoffe, es erscheint wieder zahlreich das Publikum!!

Last modified on Dienstag, 22 November 2016 22:12

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