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Martin Bissegger

Martin Bissegger

Mannschaftsbericht TTC Schöftland 3

3.Liga

Przemek, Patrick, Markus, Martin, Beat

 

Mit einem guten, aus meiner Sicht nicht erwarteten vierten Schlussrang, beendeten wir diese Saison. Zum guten Gelingen haben in erster Linie Przemek und Patrick beigetragen. Mit einer Quote von 75% (Przemek) respektive 61% (Patrick) errungenen Siegen belegen sie in der "knob-Statistik" die Plätze 8 und 11 in der Gruppe 3 der dritten Liga.

 Deutlich abgeschlagen folgen Markus (35%) und meine Wenigkeit (30%). Beat spielte nur zwei Partien. Seine Resultate sind nicht so aussagekräftig (17%). Zu Beginn der Meisterschaft sah ich unsere Team eher gegen den Abstieg  spielen. Przemek konnte oft nicht mittun, sodass wir bald in den hinteren Regionen der Rangliste anzutreffen waren. Je mehr dann Przemek spielte umso mehr schoben wir uns wieder Richtung Mittelfeld vor. Patrick spielte eine hervorragende Saison. Ich dachte nicht, dass er eine solch gute Saison hinlegen würde. Hätte ich ab und zu unser Team noch besser aufgestellt, dann hätte Patrick, dies allerdings nur gemäss seinen Aussagen (ich sah das jeweils ein wenig anders....), ja dann hätte Patrick noch mehr Partien gewonnen ;-).

Auf alle Fälle hatten wir Spass und gute Kameradschaft. Przemek sorgte mit seinen polnischen Wörtern für heitere Stimmung, als er die Turnhose vergass für eine gewisse Spannung und Heiterkeit neben dem Spiel. Patrick war jeweils in der Hinfahrt zum Match mit allen möglichen "Aufstellvarianten" beschäftigt - er wusste immer wie die generische Mannschaft aufstellen wird (kein Witz - er traf sehr häufig die richtigen Entscheide!) - sodass die Autofahrt zu den Spielen immer sehr kurzweilig war. In Baden war es offenbar so kurzweilig und ich derart abgelenkt, dass ich beinahe ein Rotlicht übersah - wie gesagt nur beinahe - aber dennoch... es war knapp! So trug auch ich zu heiteren Autofahrten bei....

Nächste Saison wird wiederum hart werden. Patrick verlässt leider den Club, Przemek wird vor allem in der zweiten Liga spielen, sodass es für Beat, Markus und mich sehr "unbequem" werden wird. Noch sind die Mannschaften nicht definitiv gebildet. Wir benötigen auf alle Fälle Verstärkung - sonst wird es sehr, sehr eng werden, nicht abzusteigen.

Bremgarten 3 gegen Schöftland 1

Vor einer Woche spielte unsere erste Mannschaft ihr letztes, wichtiges Spiel auswärts gegen Bremgarten. Nach wie vor musste unser Spitzenteam auf Erich verzichten. Dank unserem Edelreservisten Haseeb, welcher eine gute und vor allem gesteigerte Leistung gegen Ende der Saison geboten hatte, verweilte unser Team nach wie vor auf Platz zwei, dicht bedrängt von Aesch. Mit einem Sieg gegen Bremgarten 3 wäre unser Team für die Aufstiegsspiele qualifiziert gewesen.

Christoph (B14), Dajana (B13) und Haseeb (B11) zeigten eine tolle Vorstellung. Mit einem schönen 7:3 Erfolg konnte sich unser Team also für die Aufstiegsspiele vom 5.Mai qualifizieren! Bravo, Bravo.

Bremgarten spielte unverändert wie in der Vorrunde mit Silvan Wöhrle (B13), Janine Ebner (B11), und Marcel Vogelsang (B13). Vor allem Christoph konnte sich steigern und gewann alle seine Einzel - klar und deutlich. Dajana gewann leider wie in der Vorrunde nur gegen Janine. Die anderen beiden Spiele verlor sie knapp im fünften Satz. Haseeb konnte sogar zwei Spiele gewinnen, verlor dafür gegen Janine. Haseeb und Dajana gewannen einmal mehr ihr Doppel. Sie verloren in dieser Saison keinen einzigen Doppelmatch!! Mit 16:2 Siegen liegt Schöftland klar an der "Doppelspitze" in dieser Erstligagruppe. Sowohl Erich wie Haseeb harmonieren zusammen mit Dajana hervorragend.

Also: mit diesem deutlichen Sieg dürfen wir an die Aufstiegsspiele in die Westschweiz nach Vernier fahren. Eventuell wird auch Erich dann wieder mit von der Partie sein.

Schöftland 3 gegen Döttingen 1

Im letzten Spiel der Saison empfingen wir den Tabellenleader Döttingen. Przemek weilt ja momentan nicht unter uns, weil seine Frau Olga in Polen ihr erstes Kind zur Welt brachte. Auf diesem Weg möchten wir den Beiden ganz herzlich gratulieren. Markus, Patrick und ich versuchten also gegen das starke Döttinger-Team noch zu Ehrenpunkten zu gelangen. Döttingen trat wie in der Vorrunde mit Mimmo Calabretto (B11), Daniel Häfeli(C7) und Patrick Müller (C10) an.

Patrick spielte eventuell zum letzten mal für Schöftland. Vor 30 Jahren vertrat er erstmals den "Schöftler" TT-Club. So ganz glauben, dass er aufhört für Schöftland zu spielen, kann man fast nicht. Sehr häufig schon hat Patrick sein Karriereende vorausgesagt und zum Glück für Schöftland nicht eingehalten.

Patrick erzielte wieder einmal mehr zwei sehr gute Resultate. Daniel konnte er wie in Vorrunde ziemlich deutlich schlagen (3:1) und ganz sensationell konnte er auch gegen Mimmo über vier Sätze gewinnen. Die Punkte waren sehr knapp, aber gewonnen ist gewonnen (13:15, 12:10, 11:8, 14:12)!

Markus konnte auch einen Sieg beisteuern. Gegen Daniel gewann er im letzten Einzel mit 3:1. Gegen Mimmo und Patrick erlitt er zwei deutliche 0:3 Niederlagen.

Ich konnte leider keinen Match gewinnen. Ich spielte gegen Mimmo sehr gut und verlor im fünften Durchgang knapp mit 11:13, wobei ich noch zwei Matchbälle hatte!! Schade, schade. Gegen Daniel ging es auch über fünf Umgänge. Ich führte am Schluss noch mit 4:1, kassierte dann einen Kantenball und ein "Netzli", musste das 4:5 hinnehmen und verlor dann mit 5:11 im fünften Satz. Bitter, bitter oder dumm?? Von beidem vermutlich etwas....

So erreichten wir dasselbe Resultat wie in der Hinrunde (3:7). Döttingen verlor kein Spiel in dieser Saison und wird nächstes Jahr wieder in der zweiten Liga spielen. Unser Team belegt den guten 4.Schlussrang. Zu Beginn der Saison sah ich unser Team eher gegen den Abstieg kämpfen. Nun konnten wir sicherlich dank Patrick und Przemek eine ganz vernünftige Platzierung erreichen. Bravo! Wie die nächste Saison aussehen wird ist noch völlig offen. Bleibt Przemek in der Schweiz, spielt er dann nur zweite Liga? Was macht Patrick? Gibt er den Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt vom .... Sicherlich ist es nicht einfach, immer von Engelberg an die Spiele zu kommen. darum gebührt ihm einen besonderen Dank.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei den wenigen dafür um so treueren Lesern für ihre anregende Kritik meiner Matchberichte. Ab und zu lasse ich durchaus einige Gedankeneingänge meiner Kritiker in die Texte einfliessen. So gab es diesmal keine Polenwitze (wobei, da kommt mir noch einer in den Sinn:   "........................." verd..., wer hat mir den jetzt gestohlen?) und die Statistik sollte diesmal stimmen.

Gegen Saisonende wird dann noch ein Schlussbericht folgen.

 

 

Schöftland 1 gegen Bremgarten 2

In einem spannenden und wichtigen Spiel erkämpften unsere Spitzenspieler gegen Bremgarten 2 einen wichtigen Auswärtssieg. Mit 7:3 bezwangen Christoph (B14) Dajana (B13) und Haseeb (B11) die "Reussstädter". Nach wir vor muss unsere erste Mannschaft leider ohne unseren Spitzenspieler Erich (A17!!) auskommen. Die Bremgartner erschienen mit der selben Aufstellung wie in der Vorrunde. Mit Christoph Tallner (B14), Markus Korner (B13) und Bruno Böller(B14) versuchte der Gastgeber zu reüssieren.

Unser Spitzenteam kämpfte hervorragend. In der Vorrunde gewann man "nur" mit 6:4, wovon Erich damals mit drei Einzelsiegen standesgemäss brillierte. Christoph und Dajana gewannen damals nur je ein Einzel.

Nun aber spielte Christoph hervorragend. Er gewann alle Spiele - alle knapp im fünften Satz - aber eben - er gewann alle Spiele. Das reicht ja - mehr kann man nicht verlangen.

Dajana konnte sich ebenfalls gegenüber der Vorrunde deutlich steigern. Nach 0:2 Sätzen gewann sie gegen Christoph Tallner die nächsten drei Durchgänge und konnte so einen Punkt nach Schöftland bringen. In der Vorrunde verlor sie chancenlos über drei Sätze. Gegen Markus Korner konnte sie wie in der Vorrunde mit 3:0 Sätzen gewinnen und so einen weiteren Punkt nach Schöftland entführen. Gegen Bruno gab es diesmal eine 1:3 Niederlage. Mit Haseeb gewann Dajana auch noch das Doppel.

Haseeb lieferte ebenfalls seinen Beitrag zum wichtigen Auswärtserfolg. Mit Dajana gewann er das Doppel. Die ersten drei Sätze waren knapp (10:12, 11:8, 12:10). Im vierten Satz lief es uns dann wie am Schnürchen. Mit 11:3 gewann unser gemischtes Doppel klar gegen Bremgarten das Männerdoppel Bruno/Christian.

In den Einzeln verlor er knapp gegen Markus Korner (_6,10,-9,-7) und noch viel knapper gegen Christoph Tallner (-10, -12, 9, 9, -10!!!). Dafür gewann er gegen Bruno Böller (B14)  (-9, 10, 11, -6, 8) in einem spannenden Fight mit 3:2 Sätzen. 

Unser Team spielte sechs Partien über 5 Sätze und konnte davon fünf gewinnen. Diese Begegnung hätte auch einen anderen Ausgang nehmen können. Die drei Punkte sind natürlich enorm wichtig, um nach wie vor an den Aufstiegsspielen teilnehmen zu können - wenn wir dann wirklich mitmachen wollen.

Wir liegen nach wie vor auf dem zweiten Platz hinter Lenzburg.

Schöftland 3 gegen Baden 1

Am letzten Dienstag spielten wir gegen Baden unser wichtiges Auswärtsspiel im Kampf gegen den Abstieg. Rein rechnerisch mussten wir drei Punkte holen, um in den letzten beiden Runden nicht mehr auf die zwei letzten Plätze verwiesen zu werden. Praktisch hatten wir allerdings schon einen schönen Vorsprung auf Bremgarten 5 und Spreitenbach 2.

Baden spielte mit Luis Roberto Tay Wo Chong Hilares (C9) - sorry, es geht nicht anders - aber dies ist sein korrekter Name, mit Andy Wolf (C7) und Nebojsa Ostoiijc (D4) - achtung: diese Klassierung gibt nicht die wirkliche Stärke von "Nebi" an - im aktuellen Click-Ranking ist er gemäss Elo-Punkten eher bei C6 als bei D4....... Allen drei Spielern gemeinsam war, dass sie mit "Material", sprich langen Noppen auf der Rückkhand agierten - Andy benützte sogar noch kurze Noppen auf der Vorhand.

Przemek (C9), Patrick (C7) und ich (D5) stellten uns also der Herausforderung: Diese begann schon bei der Hinfahrt nach Baden. Um 18.30 verliessen wir Baden West (besser wäre es gewesen, eine Ausfahrt weiter nach Wettingen zu fahren) um dann 40 Minuten!!!!!!! zu benötigen, bis wir entnervt das Parking Schmiede der Turnhalle erreichten. Also - entnervt war nur der Fahrer des Audi Q7 - Patrick und Przemek amüsierten sich köstlich ob der blank liegenden Nerven des Captains. Während dieser endlos scheinenden Warterei hatten wir immerhin alle Zeit, die Gegner zu analysieren und Mutmassungen anzustellen, wie der Verlauf der Saison je nach Resultat des Matches weiter gehen könnte.

Als wir um 19.15 Uhr das Parking erreichten, erschien gerade Andy Wolf in der Garage... - okay - so spät waren wir also nicht dran (Spielbeginn offiziell 19:30 Uhr)

Fürs Einlaufen war auch gesorgt. Der Fahrstuhl nach oben (30 m Treppen laufen - Haseeb wäre KO gewesen) war nämlich - defekt!.....Blitzschnell zogen wir uns dann um, um noch genügend Einspielzeit zu haben. Wie beruhigend war es dann, dass Luis Roberto Tay Wo Chong Hilares noch nicht anwesend war - wie gesagt, dies ist sein richtiger Name. Es war auch noch nicht ganz alles aufgestellt - dies ist das sympathische an Baden - mit den Zeiten nehmen sie es nicht so genau und sie nehmen diesbezüglich auch Rücksicht auf die Gegner. Vor zig Jahren kam der Schreibende nach einer ebenfalls endlos langen Warterei im Stau viel zu spät an einen Match in Baden - der Gegner hatte vollstes Verständnis und blieb absolut cool!!

Nun zum Match. Patrick gegen Nebi - fünf Sätze lang ein Gestöhne und Gerede - und am Schluss gewinnt Nebi!! Patrick führte mit 8:4! im fünften Satz, dann gelang ihm nicht mehr viel, zum 10:11 musste er noch einen Kantenball hinnehmen!!!! - dies bezahlte sein Schläger mit einem hinterhältigen Wurf auf den Boden und an den Wandvorhang (dabei hatte Patrick schon vor einer Woche an einem Turnier sein Racket demoliert!!) - zum Glück blieb sein "Brättli" ganz (natürlich wäre kein Ersatzracket vorhanden gewesen) - doch es nützte nichts mehr: mit 10 : 12 war das Match verloren.

Ich verlor relativ knapp gegen Luis Roberto Tay............. (dies ist nun mal sein Name). In der Vorrunde konnte ich noch knapp gewinnen - allerdings war er zu jener Zeit brutal ausser Form. In der Zwischenzeit spielte er eine tolle Rückrunde mit 10 und mehr Siegen in Serie!!

Przemek gewann deutlich gegen Andy. Wir lagen 1:2 hinten.

Patrick war nach seiner Niederlage "geladen", gleichzeitig auch deprimiert (einmal mehr propagierte er sein Saisonende.....). Aber gegen Luis Roberto Ta. .............. spielte er einfach fantastisch und bodigte ihn mit 11:6, 11.8, 8:11, und 11:4. Die lange Siegesserie von Luis Roberto T.... war gebrochen. Bravo, bravo, bravo!!

Für mich lief es nicht wunschgemäss. Wie in der Vorrunde verlor ich ähnlich knapp gegen Andy (6:11, 11:7, 9:11, 13:11). In der Zwischenzeit fightete unsere Nummer 1 gegen die Nummer 3 von Baden. Der D4 schickte den C9er mit 11:4 in den zweiten Satz. Aber Przemek ist eben unglaublich stark in der dritten Liga.... 11:9, dann 9:11 und dann knapp die Niederlage verhindert mit 11:9 um dann im fünften Satz alles klar zu machen (11:7). "Ich "kurwa" spielen", stöhnte Przemek.... Mir war es egal ob "kurwa" oder "nirvana" - Hauptsache gewonnen. Es stand 3:3 und nun war alles möglich.

Das Doppel spielten Patrick und Przemek - und dies sehr erfolgreich. In vier Sätzen bodigten unsere "Schöftler" die Badener (Andy und Luis Roberto .......)

Patrick bezwang anschliessend Andy diskussionslos in drei Sätzen. Przemek bekam es mit Luis Robert. ........ zu tun. (Wer sich jetzt an das Kinderlied: "Auf der Mauer auf der Lauer liegt ne kleine Katze, auf der Mauer auf der Lauer liegt ne kleine Katz...." erinnert, dem gratuliere ich herzlich.). Anfänglich gewann unsere Nummer 1 (14:12), mit 9:11 musste er den Satzausgleich hinnehmen. Dann aber reüssierte Przemek mit 11:5 und 11:5.

Der Sieg war unser und somit auch rein rechnerisch der Abstieg kein Thema mehr. Ich kämpfte einmal mehr schwach gegen Nebi. Im ersten Satz führte ich immer hoch (8:4) um dann mit viel Pech noch zu verlieren. 11:8 im zweiten liess Hoffnung aufkommen. Im dritten traf ich gar nichts mehr (3:11). Trotzdem war ich überzeugt noch siegen zu können. Mit 11:8 gewann ich den vierten Durchgang. Im fünften Satz lag ich zuerst hinten, übernahm dann die Führung, 10:9!!, um dann mit 10:12 noch zu verlieren. Bitter, bitter - oder "kurwa, kurwa". Zu gerne hätte ich dieses Match gewonnen. 

Przemek war einmal mehr überragend, Patrick kämpfte sich aus einem Tief heraus und erzielte 2.5 wichtige Punkte und ich spielte auch noch mit. Der Ligaerhalt ist gesichert. Die letze Partie gegen Döttingen ist "nur" noch ein Prestigeduell.

 

Przemek wird sicher nicht dabei sein. Er hat dann wichtigeres vor. Er wird, so hoffen wir, Vater werden, wenn seine Olga im März Geburtstermin hat.

Wer Przemek und Olga in Polen besuchen möchte: Nur zu - denke daran: Dein Auto ist schon da.....

Schöftland 3 gegen Bremgarten 5

In einem wichtigen Match gegen den Abstieg trafen wir auf den Tabellenletzten Bremgarten 5. In der Hinrunde konnten wir auswärts in der gleichen Besetzung mit Przemek, Patrick und mir 8:2 gewinnen. Nun erschien Bremgarten wieder mit Sven Godel (C8), Gert Rupinski (C7) und neu mit Deborah Suter (D5).

Das wichtigste vorweg: Schöftland erschien nicht nur vollzählig, nein, Schöftland erschien mit komplettem Tenue bei allen Spielern. Sowohl Przemek als auch Patrick hatten ihre Turnhosen dabei (für nicht Eingeweihte: siehe Matchbericht gegen Rupperswil), respektive Patrick hatte seine Trainerhosen dabei, welche er nach oben krempelte und so mit korrektem Tenue antreten konnte. Ihm war nämlich vor ein paar Wochen von einem Gegner das Spielen in seiner weissen "Italia-Turnhose" verboten worden, eine kurze Spielzeit in Unterhosen wurde dann vom Schiedsrichter untersagt - aus welchen Gründen auch immer -, sodass er dann zum Trick mit den raufgekrempelten Trainerhosen greifen musste....

Prezemek spielte souverän. Ihm war zwar nicht so wohl - er beklagte Kopfweh - doch mit drei Einzelsiegen konnte unsere Nummer 1 wichtige Punkte liefern. Er gewann klar gegen Gert mit 3:0, gegen Deborah mit 3:1 (2:11!, dann zu 5, dann zu 10! und dann im vierten klar zu 6). Im letzten Einzel gegen Sven war es ebenfalls etwas knapp (6,-10,9,9). 

Patrick musste zu Beginn gegen Deborah und war chancenlos. Vor zwei Jahren gewann Patrick hauchdünn im fünften - heute musste er sich klar über vier Sätze geschlagen geben. Zu Beginn eines Matches ist solch eine Niederlage nie gut für die Nerven von Patrick. Doch im anschliessenden Einzel gegen Sven fand er zu seiner mentalen Stärke zurück und reüssierte mit 3:0 gegen den Reussstädter.

Ich kämpfte zuerst gegen Sven. Etwas unglücklich lag ich mit 0:2 Sätzen hinten (-7,-12) - fühlte mich aber nicht wirklich so viel schlechter als Sven - und konnte dann die nächsten drei Sätze gewinnen. Mit diesem 3:2 Erfolg (auch in der Hinrunde gewann ich über fünf Sätze) lagen wir mit 2:1 in Führung. Auch das zweite Einzel gegen Gert konnte ich gewinnen. 

So lagen wir also vor dem Doppel immerhin beruhigend mit 5:1 Siegen in Front.

Nun folgte das Doppel: Unsere Mannschaft brauchte einige Minuten an Diskussionen, bis klar war, wer spielen sollte. Patrick hätte gerne, ich sah eher Przemek mit mir, Przemek war es offiziell egal - er äusserte sich nicht - inoffiziell machte es ihm vermutlich weder mit mir noch mit Patrick Spass - dann kam die Idee von Przemek: Patrick und Martin zusammen - das schien mir aber auch nicht gut, weil der beste (Przemek) sicher spielen sollte, sodass ich am Schluss als "Diktator" entscheiden musste. Die Wahl fiel auf Przemek mit mir. Den ersten Satz lagen wir immer in Führung - aber am Schluss mussten wir noch mit Netzbällen das 12:14 hinnehmen. Bitter, bitter. Patrick sprach uns Mut zu. Im zweiten gings den Bremgartner ähnlich. Sie führten konstant, aber am Schluss siegten wir mit 12:10 - um dann den Vierten Umgang mit 10:12 verlieren. Und weil es so schön war, dachten die Bremgartner: gewinnen wir doch auch den vierten Satz und das Match, dann bleibt es noch etwas spannend. Gedacht - getan!! Mit einer 3:1 Niederlage schlichen Przemek und ich von dannen..... Noch hatten wir den wichtigen Sieg nicht im Trockenen.

Ich nämlich wurde von Deborah "eingeteilt" (-7,-10,-6). Es stand nun 5:3....

Patrick machte dann als Erster den Satz zu. Mit einem schönen 11:3, 11:9 und 11:6 brachte er gegen Gert den Gesamtsieg ins Trockene. Przemek musste etwas länger leiden (wie oben erwähnt). Über vier Sätze trug er zum 7:3 Schlussresultat bei. Mit diesen drei Punkten sind wir nun dem Abstieg ganz schön davongeeilt. Wir sind noch nicht ganz durch - aber es sieht nun doch schon ziemlich besser aus.

Schöftland 1 gegen Aesch1

In einem spannenden Spitzenkampf trennten sich und Schöftland und Aesch mit einem gerechten 5:5 Unentschieden.

Eine erfreulich grosse Zuschauerkulisse nahm regen Anteil am Geschehen in der Halle.

Unter den Zuschauern befand sich auch unser Erich, der nach seiner ernsthaften Erkrankung nun schon zum zweiten Mal wemigstens als Beobachter zugegen sein konnte. Vor ein paar Wochen wäre es für ihn noch unmöglich gewesen, nur schon als Zuschauer anwesend zu sein. Umso erfreulicher war es für uns alle, dass er sich wenigstens als Betrachter präsentieren konnte. Wir alle hoffen natürlich, dass er bald gesund sein kann und wieder als Leistungsträger unseren Club vertreten wird!

Also, das Publikum wurde belohnt von teils sensationellen Ballwechseln. Vor allem Dajana zuzuschauen, ist eine wahre Freude. Sie hat eine enorme Ballsicherheit und spielt locker zehn mal die Bälle mit attraktivem Angriffstischtennis hin und her. Leider kann sie sich gegen die physisch stärkeren Männer oft lange nicht oder eben gar nicht durchsetzen. Dies führt für die Zuschauer zu attraktiven, langen Ballwechseln aber leider am Schluss zu Punkten für die Gegner. An diesem Donnerstagabend kämpfte Dajana besonders unglücklich und konnte am Schluss keinen Sieg realisieren (ausser im wichtigen Doppel mit Haseeb - davon später). Aesch trat mit Daniel Kurth (B15), Philip Zeugin (B15) und Stefan Wüest (B14) an.

Wie knapp Dajana gegen ihre Gegner spielte und eben auch etwas unglücklich verlor, lässt sich anhand der gespielten Punkte schön belegen. Gegen Stefan Wüest verlor sie über 4 Sätze mit 35:37 Punkten, gegen Daniel Kurth verlor sie über fünf Sätze mit 51:50 Punkten. Einzig gegen Philip  ging es nur über drei Sätze mit 27:40 Punkten. Mit dem sehr guten Blockspiel von Phillip kam Dajana gar nicht zurecht.

Auf der anderen Seite spielte Christoph an diesem Abend sehr erfolgreich. Er konnte alle Spiele gewinnen - aber auch für ihn waren es mehrheitlich sehr knappe Resultate. Gegen Stefan ging es über fünf Sätze (52:51), gegen Daniel ebenfalls über fünf Durchgänge (48:46). Jeweils im fünften Satz konnte Christoph mit 11:9 gewinnen. Gegen Phillip gewann er dann über drei Sätze (37:28, aber Achtung: zwei Sätze davon mit 12:10 und 14:12 nach Hause serviert....). Christoph spielte stark - aber mit nur etwas weniger Wettkampfglück hätte er auch drei Spiele verlieren können...

Wie schlug sich Haseeb, unser Edeljoker, gegen die allesamt deutlich höher klassierten Gegner? Im ersten Spiel gegen Daniel verblüffte er vermutlich sich selber und natürlich auch die Zuschauer. In drei Sätzen bodigte er diskussionslos den Aescher, der über ein wunderschönes Ballgefühl verfügt und der in enorm langen Ballwechseln sein tolles Können immer wieder zu zeigen weiss. Da wechseln sich gefühlvolle Topsspins mit Verteidigunsballonbällen ab, da steht er einige Meter hinter dem Tisch in der Defensive um dann mit einer enorm harten Backhand zurück zu schlagen und da folgen schlicht geile Ballwechsel wo er mal kurz die Schlägerhand wechselt (an diesem Abend x-mal gezeigt) und für Staunen bei den Zuschauern sorgt. Und gegen Haseeb? Gar nichts konnte er von seinem Können zeigen. Haseeb überzeugte mit seinen Services und mit einem enorm harten und schnellen, ersten Topspin, mit dem er Daniel immer wieder überraschte. In einem kurzen Fight gewann Haseeb mit 11:8,11:4 und 11:8.

Gegen Philipp ging Haseeb dann dafür mit 0:3 Sätzen unter. Wie oben schon erwähnt blockte Philip ausserordentlich gut und Haseeb konnte sich nicht durchsetzen, nahm dann immer mehr Risiko auf sich und machte so gezwungener Massen viele Fehler.

Bis zum Doppel stand es 3:3 unentschieden. Haseeb wünschte trotz der vorangegangenen Niederlage gegen Philipp, das wichtige Doppel mit Dajana zu spielen. Alen, unser Coach, hätte lieber Christoph am Tisch gesehen. Der erste Satz ging an Schöftland, der zweite dann aber deutlich an Aesch, welche mit Daniel und Philipp antraten. "Hmm", dachte der Schreibende, "hoffentlich hat sich Haseeb da nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt". Mit 11:8 und 11:7 (Schöftland lag mit 1:4 Punkten hinten) konnten unsere Cracks dieses wichtige Spiel nach Hause bringen. Sowohl Haseeb wie Dajana ergänzten sich tip top und beide Spieler hatten gleichen Anteil am Erfolg. 

Erich Niessner prophezeite nun ein 5:5 mit möglichen Siegen von Dajana gegen Daniel (sie verlor aber leider wie oben erwähnt sehr knapp nach 2:1 Satzführung) - dafür konnte Christoph gegen Pilipp gewinnen. Wir führten also mit 5:4. Nun lag es an Haseeb (B11) als Underdog gegen Stefan Wüest (B14) mit einem guten Resultat den Sieg nach Schöftland zu bringen. In einem sehr spannenden Match gab Haseeb alles, für mich schien er über sich hinauszuwachsen. Mit einem 11:8 startete Haseeb, dann ging es knapp mit 10:12 und 9:11 weiter, um dann mit einem bravourösen 11:6 den fünften Satz zu erzwingen. Die Spannung war enorm! Doch leider ging im fünften Satz für Haseeb gar nichts mehr, er kam schnell gross in Rückstand. Und nun zeigte Stefan eben auch sein Können. Für die Zuschauer gab es nicht tolle Ballwechsel zu bestaunen, weil der Aescher sehr geschickt unseren Haseeb mit langen und kurzen Bällen ausspielte. Mit einem deutlichen 4:11 musste sich Haseeb enttäuscht geschlagen geben.

Mit 5:5 in den Spielen, 21:20 Sätzen für uns und mit 386:387 gespielten Punkten trennten wir uns also mit einem leistungsgerechten Unentschieden von den Baselbietern.

 

(ich werde in den nächsten Tagen versuchen, noch etwas Filmmaterial auf die Homepage zu schalten...- also wieder reinschauen)

 

 

 

 

 

 

 

(ps

Schöftland 1 gegen Aesch1

In einem spannenden Spitzenkampf trennten sich und Schöftland und Aesch mit einem gerechten 5:5 Unentschieden.

Eine erfreulich grosse Zuschauerkulisse nahm regen Anteil am Geschehen in der Halle.

Unter den Zuschauern befand sich auch unser Erich, der nach seiner ernsten Erkrankung nun schon zum zweiten Mal wenigstens als Beobachter zugegen sein konnte. Vor ein paar Wochen wäre es für ihn noch unmöglich gewesen, nur schon als Zuschauer anwesend zu sein. Umso erfreulicher war es für uns alle, dass er sich wenigstens als Betrachter präsentieren konnte. Wir alle hoffen natürlich, dass er bald gesund sein kann und wieder als Leistungsträger unseren Club vertreten wird!

Also, das Publikum wurde belohnt von teils sensationellen Ballwechseln. Vor allem Dajana zuzuschauen, ist eine wahre Freude. Sie hat eine enorme Ballsicherheit und spielt locker zehn mal die Bälle mit attraktivem Angriffstischtennis hin und her. Leider kann sie sich gegen die physisch stärkeren Männer oft lange nicht oder eben gar nicht durchsetzen. Dies führt für die Zuschauer zu attraktiven, langen Ballwechseln aber leider am Schluss zu Punkten für die Gegner. An diesem Donnerstagabend kämpfte Dajana besonders unglücklich und konnte am Schluss keinen Sieg realisieren (ausser im wichtigen Doppel mit Haseeb - davon später). Aesch trat mit Daniel Kurth (B15), Philip Zeugin (B15) und Stefan Wüest (B14) an.

Wie knapp Dajana gegen ihre Gegner spielte und eben auch etwas unglücklich verlor, lässt sich anhand der gespielten Punkte schön belegen. Gegen Stefan Wüest verlor sie über 4 Sätze mit 35:37 Punkten, gegen Daniel Kurth verlor sie über fünf Sätze mit 51:50 Punkten. Einzig gegen Philip ging es nur über drei Sätze mit 27:40 Punkten. Mit dem sehr guten Blockspiel von Phillip kam Dajana gar nicht zurecht.

Auf der anderen Seite spielte Christoph an diesem Abend sehr erfolgreich. Er konnte alle Spiele gewinnen - aber auch für ihn waren es mehrheitlich sehr knappe Resultate. Gegen Stefan ging es über fünf Sätze (52:51), gegen Daniel ebenfalls über fünf Durchgänge (48:46). Jeweils im fünften Satz konnte Christoph mit 11:9 gewinnen. Gegen Phillip gewann er dann über drei Sätze (37:28, aber Achtung: zwei Sätze davon mit 12:10 und 14:12 nach Hause serviert....). Christoph spielte stark - aber mit nur etwas weniger Wettkampfglück hätte er auch drei Partien verlieren können...

Wie schlug sich Haseeb, unser Edeljoker, gegen die allesamt deutlich höher klassierten Gegner? Im ersten Spiel gegen Daniel verblüffte er vermutlich sich selber und natürlich auch die Zuschauer. In drei Sätzen bodigte er diskussionslos den Aescher, der über ein wunderschönes Ballgefühl verfügt und der in enorm langen Ballwechseln sein tolles Können immer wieder zu zeigen weiss. Da wechseln sich gefühlvolle Topsspins mit Verteidigunsballonbällen ab, da steht er einige Meter hinter dem Tisch in der Defensive um dann mit einer enorm harten Backhand zurück zu schlagen und da folgen schlicht geile Ballwechsel wo er mal kurz die Schlägerhand wechselt (an diesem Abend x-mal gezeigt) und für Staunen bei den Zuschauern sorgt. Und gegen Haseeb? Gar nichts konnte er von seinem Können zeigen. Haseeb überzeugte mit seinen Services und mit einem enorm harten und schnellen, ersten Topspin, mit dem er Daniel immer wieder überraschte. In einem kurzen Fight gewann Haseeb mit 11:8,11:4 und 11:8.

Gegen Philipp ging Haseeb dann dafür mit 0:3 Sätzen unter. Wie oben schon erwähnt blockte Philip ausserordentlich gut und Haseeb konnte sich nicht durchsetzen, nahm dann immer mehr Risiko auf sich und machte so gezwungener Massen viele Fehler.

Bis zum Doppel stand es 3:3 unentschieden. Haseeb wünschte trotz der vorangegangenen Niederlage gegen Philipp, das wichtige Doppel mit Dajana zu spielen. Alen, unser Coach, hätte lieber Christoph am Tisch gesehen. Der erste Satz ging an Schöftland, der zweite dann aber deutlich an Aesch, welche mit Daniel und Philipp antraten. "Hmm", dachte der Schreibende, "hoffentlich hat sich Haseeb da nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt". Mit 11:8 und 11:7 (Schöftland lag mit 1:4 Punkten hinten) konnten unsere Cracks dieses wichtige Spiel nach Hause bringen. Sowohl Haseeb wie Dajana ergänzten sich tip top und beide Akteure hatten gleichen Anteil am Erfolg. 

Erich Niessner prophezeite nun ein 5:5 mit möglichen Siegen von Dajana gegen Daniel (sie verlor aber leider wie oben erwähnt sehr knapp nach 2:1 Satzführung) - dafür konnte Christoph gegen Pilipp gewinnen. Wir führten also mit 5:4. Nun lag es an Haseeb (B11) als Underdog gegen Stefan Wüest (B14) mit einem guten Resultat den Sieg nach Schöftland zu bringen. In einem sehr spannenden Match gab Haseeb alles, für mich schien er über sich hinauszuwachsen. Mit einem 11:8 startete Haseeb, dann ging es knapp mit 10:12 und 9:11 weiter, um dann mit einem bravourösen 11:6 den fünften Satz zu erzwingen. Die Spannung war enorm! Doch leider ging im fünften Satz für Haseeb gar nichts mehr, er kam schnell gross in Rückstand. Und nun zeigte Stefan eben auch sein Können. Für die Zuschauer gab es nicht tolle Ballwechsel zu bestaunen, weil der Aescher sehr geschickt unseren Haseeb mit langen und kurzen Bällen ausspielte. Mit einem deutlichen 4:11 musste sich Haseeb enttäuscht geschlagen geben.

Mit 5:5 in den Spielen, 21:20 Sätzen für uns und mit 386:387 gespielten Punkten trennten wir uns also mit einem leistungsgerechten Unentschieden von den Baselbietern.

 

(ich werde in den nächsten Tagen versuchen, noch etwas Filmmaterial auf die Homepage zu schalten...- also wieder reinschauen)

 

 

 

 

 

 

 

(ps

Schöftland 3 gegen Rupperswil 1

Nach den zuletzt drei gewonnenen Punkten gegen Spreitenbach gingen wir motiviert nach Rupperswil. Das wichtigste war natürlich der Umstand, dass Przemek (C9) wieder einmal mit von der Partie war. Mit Patrick (C7) und mir (D5) war unsere Mannschaft komplett. Der Tabellendritte aus Rupperswil trat mit Markus Aumiller (C10), Phillipp Baldinger (C10) und mit Christian Brändli (D5) an. In der Vorrunde mussten wir dieses Spiel leider Forfait geben. Nun mussten wir versuchen zu punkten.

 

 

Allerdings herrschte zu Beginn in der Garderobe bei uns Schöftler ziemlich viel Aufregung!! "Kurva, Kurva" - tönte es aus polnischem Munde. "Ich habe vergessen...." Soso, was hatte denn unser lieber Przemek vergessen? Seinen Schläger?? Oh nein, viel schlimmer. "Ich so nicht kann spielen! Kurva! Gehen nicht!" Ja, zum Donnerwetter, was fehlt denn? "Ich habe vergessen Turnhose! Kurva, war heute spät dran und ich vergessen. Ich nicht kann spielen". 

"Aber hallo! "Dann spielst du halt in deinen (sexy) Unterhosen" meinten darauf hin Patrick und ich. Mit seinen sportlichen Unterhosen mit zwei Streifen auf der Seite sah diese Unterwäsche auf alle Fälle nicht so schlecht aus. Sie war etwas eng anliegend..... aber eben, so schlecht sah sie nicht aus, diese Unterhose! "Nein, ich kann nicht spielen, so ich nicht spiele!" tönte es nun leider ganz entschieden von unserem Leistungsträger. "Na bravo", dachte ich, "jetzt wird es schwierig zu punkten". Przemek hatte seine Jeans schon wieder angezogen....... Das darf doch nicht wahr sein. Der meinte das offenbar ernst, wegen dieser Lappalie nicht antreten zu wollen! Nun gingen mir die verschiedensten Gedanken durch den Kopf! Würde der Przemek auch so reden, wenn weibliche Zuschauer anwesend wären oder hatte er Angst, es könnten weibliche Zuschauer anwesend sein? Das würde bedeuten: weibliche Zuschauer auftreiben oder sonst weibliche Zuschauer "entfernen". 

Da meldete sich Patrick. Weil er bei seinen Eltern übernachtet hat er sein Pyjama dabei! Mann, was für ein Glück. "Przemek, für zwanzig Franken zerschneiden wir meinen Nachtanzug...." "Nein, nein! Ich so nicht kann spielen" tönte es aber weiterhin aus der polnischen Ecke! "Hoppla, in solchen Extremsituationen lernt man also seine Freunde kennen", dachte ich. "Man(n) ist also auch noch eitel"! 

Jetzt musste eine gute Lösung her. Wir hatten noch eine halbe Stunde Zeit..."Fahr nach Schöftland zurück mit meinem Auto und hol im Kasten im Geräteraum der Turnhalle eine neue Hose, falls ich nicht bei den Rupperswilern eine Hose auftreiben kann oder in der Fundgrube des Abwarts nicht eine Hose zu finden ist", meinte ich zu Przemek. "Nein, dann ich fahre gleich nach Hause und hole dort eine Hose"! "Puhh, kompliziert ist unser Przemek also auch noch...komplizierter Name - passt ja einfach alles zusammen" huschte es mir durch den Kopf, während dem ich in die Halle zu den "Rupperswilern" spurtete. " Ja, dann spielt er halt in den Unterhosen" lachten diese und in Gedanken holten sie vermutlich schon ihre "Handys" raus, um den Przemek gebührend in der Halle zu empfangen. Zum Glück war Axel da und zum Glück hatte Axel eine zweite Turnhose in seiner Tasche, die er bereitwillig Przemek zur Verfügung stellte. Oh Mann, ich hätte Axel umarmen können, liess es aber aus Zeitmangel bleiben und eilte zurück zur Garderobe, um Przemek von seinen Problemen erlösen zu können. Uff, der Abend war gerettet......

 

Nun aber zurück zur Spiel - Berichterstattung:

Markus Aumiller hat in Patrick eine Art Angstgegner. Gemäss Patrick konnte Markus noch nie gegen ihn gewinnen. So ging unser Antitopspieler mit einem guten Gefühl in dieses Match. Tatsächlich war das Spiel dann sehr ausgeglichen, doch konnte an diesem Abend Markus knapp gegen Patrick gewinnen (8,8,-12,9). Ich verlor knapp im fünften Satz gegen Philipp (10:12). Einzig Przemek siegte in vier Sätzen gegen Christian Brändli. 

Patrick konnte gegen den zweiten C10 Spieler, Philipp, dann mit seinem unangenehmen Antitop-Spiel in vier Sätzen gewinnen. Ich gewann über fünf Sätze nach einer kurzen heftigen Diskussion mit Christian meine zweite Partie, sodass wir nun mit 3:2 in Führung lagen.

Przemek war unterdessen in einer sehr umstrittenen Begegnung mit Markus verstrickt. Die ersten beiden Sätze gingen nach Schöftland (5,8). Dann stellte Markus geschickt sein Spiel um. Er versuchte mit kurzen Bällen die gefährlichen Topspins vom Przemek zu unterbinden, was ihm schliesslich auch gelang! Die Sätze drei bis fünf wurden nach Rupperwil gebucht (9,7,7), sodass vor dem Doppel ein 3:3 Unentschieden bestand.

Nun mussten wir wiederum entscheiden (siehe Matchbericht "Schöftland gegen Spreitenbach"), wer von uns das Doppel spielen sollte. Angriffspiel mit Antispinspiel kombinieren oder Angriff/Angriff zusammen agieren lassen? An diesem Abend musste ich mich entscheiden. Przemek wollte sich nicht äussern, Patrick hätte gerne gespielt.... und ich "durfte" dann also entscheiden. Diesmal entschied ich mich für Angriff/Angriff, das hiess konkret: Przemek spielt mit mir oder ich mit ihm. Die beiden guten Angriffsspieler auf Rupperswiler Seite liessen bei mir Zweifel aufkommen, ob Patrick spielen sollte. Seine Aufschläge sind im Doppel für den Partner häufig ungünstig, weil die Gegner, wenn sie angreifen können, sehr häufig das Spieldiktat sofort übernehmen können.

Im ersten Satz gingen Przemek und ich dann herrlich unter. Mit 11:3 wurden wir so richtig abgefertigt.... Hmm, war meine Entscheidung doch nicht richtig? Im zweiten Satz gewannen wir dann immerhin mit 11:8. Uff - der Entscheid war also doch nicht soooo falsch.

Nun folgte ein Krimi der Sonderklasse. Der dritte Satz ging in die Verlängerung - und zwar in eine sehr lange Verlängerung. Mit 23:21!! konnten wir diesen Durchgang für uns entscheiden. Das Spiel wogte hin und her. Beide Parteien griffen an, nützten Schwächen aus um dann wieder dumme Fehler zu machen - Przemek verlor einmal ein wenig mir gegenüber die Nerven, nachdem ich bei Satzbällen einige aus seiner Sicht leichte Topspins vergab - dabei hatte er offenbar vergessen, dass er bei etwa 12:11, 14:13 selber ganz "dumme" Fehler machte (zumindest aus meiner Sicht!) und den Satz nicht nach Hause brachte.... Auf alle Fälle hatten wir intern ein kleines Gewitter zu überstehen (ob die Rupperswiler mit ähnlichen internen Problemen zu kämpfen hatten ist mir nicht bewusst) - doch trotz leichter Disharmonie konnten wir also den dritten Satz gewinnen!

Im vierten Umgang wurde es ähnlich spannend. Wir lagen immer etwas zurück (so habe ich es zumindest in Erinnerung), mussten auf 10:10 aufholen und .... gewannen dann tatsächlich mit 14:12 diese wichtige Doppelpartie. Wir führten nun also mit 4:3 und zumindest ein Unentschieden lag für uns in Reichweite.

Meine letzte Partie ging klar gegen Markus verloren (-5,-10-4). Dafür gewann Przemek schön in drei Sätzen gegen Philipp. 

Patrick hatte es nun noch in der Hand, mit einem Sieg gegen Christian die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden. Doch für Patrick ist es schwierig gegen Spieler zu gewinnen, wenn er selber das Spiel machen muss. Ihm liegen Spieler, welche mit Topspins zu punkten versuchen und dann gegen seinen Antitopbelag in Schwierigkeiten geraten. Christian selber ist aber ein Spieler der nicht allzu häufig angreift - und so entwickelte sich dieses Match zu einer Schupf-Konterschlacht mit vielen langen Ballwechseln. Schnelle Schupfbälle, gestossene, "gedrückte" Bälle mit Antitop, links - rechts verteilte Konterbälle, immer wieder mal ein eingestreuter Netzball - so verlief diese Partie über vier Sätze mit einem glücklichen, zufriedenem Sieger auf ..........Rupperswiler Seite! 15:13, 11:4, 7:11 und dann 11:9 (trotz einiger Netzbälle von Patrick) brachte den Sieg für Christian.

Spielstand am Schluss: 5:5, 20:21 in den Sätzen für uns, Ballpunkte: 404:405 gegen uns... ja, diese Partie war ausgeglichen.

Aus meiner Sicht trennten wir uns mit einem leistungsgerechtem Unentschieden. Zwei weitere Punkte gegen den Abstieg. In unserer Gruppe bleibt es gegen das Tabellenende spannend!

 

 

Schöftland 3 gegen Spreitenbach 2

In unserem Abstiegskampf spielten wir im neuen Jahr zu Hause gegen Spreitenbach. Unser Gegner trat mit Pascal Stierli (D5), Franco Fontana (C9) und mit Bang Minh-Vinh (C7) an. In der Hinrunde verloren wir mit 8:2 und holten darum keine Punkte.

Diesmal hatten wir allerdings viel mehr Wettkampfglück. Vor allem Patrick spielte sensationell und gewann alle drei Matche. Im ersten Spiel lies er Franco keine Chance und gewann klar in drei Sätzen. Im zweiten Spiel zeigte Patrick dann sein Meisterstück. Gegen Pascal musste er über fünf Sätze gehen. Er lag mit 0:2 Sätzen hinten und fightete sich mit 11:8 und 11:7 in den fünften Satz. Das Spiel wogte hin und her. Einmal sah Pascal wie der sichere Sieger aus dann wieder Patrick. Mit 17:15 konnte unser Patrick dann am Schluss dieses Match für sich gewinnen! In den letzten Begegnungen an Turnieren verlor Patrick dreimal in Serie gegen den Spreitenbacher jeweils mit 17:15 in den fünften Sätzen - an diesem Donnerstagabend war es nun für einmal umgekehrt!

Auch die dritte Partie gewann Patrick. In drei Sätzen reüssierte er gegen Minh-Vinh und sicherte so drei Siegespunkte für Schöftland.

Markus gewann sein erstes Spiel gegen Pascal auch nur sehr knapp. Im fünften Satz gelang ihm ein 11:9 zur Siegessicherung. Gegen Minh-Vinh verlor Markus dann allerdings sehr knapp im fünften Satz mit 13:15.

Ich konnte gegen Franco im fünften Satz dafür gewinnen (11:9) und dafür verlor ich im fünften gegen Minh-Vinh mit 8:11. 

So lagen wir vor dem Doppel immerhin mit 4:2 in Führung. Unsere Entscheidungen wer im Doppel zusammen spielen soll, sind nicht immer einfach. Einerseits ist da Patrick, welcher in den Einzeln meistens mit guten Resultaten glänzt, andererseits ist seine Spielanlage mit seinem Antitop auch nicht sehr einfach für einen Doppelpartner. An diesem Abend war allerdings Markus etwas frustriert nach seiner knappen Niederlage gegen Minh-Vinh, sodass wir uns zum Doppel Patrick/Martin entschlossen.

Und der Entscheid war richtig! Ueber vier Sätze konnten wir gegen Pascal/Franco gewinnen. (6,6,-8,10). Das Unentschieden mit zwei Punkten war so mindestens im Trockenen. Patrick wollte natürlich noch mehr und mit seinem oben erwähnten dritten Sieg gegen Minh-Vinh waren uns drei Punkte sicher!.

Markus kämpfte gegen Franco und Franco kämpfte gegen Markus - mit dem Resultat, dass sich Franco blöd am Oberschenkel verletzte und w.o. geben musste.

Ich verlor leider mein Spiel gegen Pascal in vier Sätzen. Im ersten Satz führte ich ständig und verlor diesen dann noch, im zweiten Satz konnte ich klar gewinnen, den dritten verlor ich noch relativ knapp um dann im vierten Satz mit 2:11 einzugehen. Irgendwie war die Luft draussen, nachdem sich Franco verletzt hatte.

Also: mit einem 7:3 Sieg holten wir uns ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg!

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